Letzte Überarbeitung Ende Juli 2016


    Seit 10. Mai 2013 lebe ich nun auf meiner Segelyacht, mit einer 14 - tägigen Unterbrechung für eine Reise zurück nach Deutschland im Sommer 2013, einer zweiten im Sommer 2014 und kürzlich ins noch winterliche Deutschland im Feb-Mrz 2016.

    Die Nebensaison, also die Sommermonate 2014 in der Karibik, habe ich genutzt, um vieles auf dem Schiff in Ordnung zu bringen, was irgendwann mal gemacht gehört.

    Kleinere und größere Lackarbeiten innen, natürlich Antifouling und Polieren außen, Einbau des Wassermachers, eine neue Sprayhood, und und und..

    Der Wassermacher ist ein echter Knüller. Nicht nur, dass man unabhängig ist, und kein Wasser - auch Trinkwasser - mehr schleppen muss, sondern man kann auch sparsam duschen.

    Nach der Zeit der Reparaturen in Trinidad folgten wieder einige Besuche, 10 Tage für ganz eilige bis zu 2 Monaten für die Genießer. In der Hurrican-Saison und zum Ende der Hurrican-Bedrohung ist es am schönsten. Dort, wo in der Saison 50 - 80 Schiffe liegen, ist man fast allein. Ein großer Teil der Restaurants sind zu, der Zoll macht an vielen Stellen nur Sparschicht (Handynummer an der Tür, und dann kommt er nach Verabredung).

    Nach Weihnachten war meine Tochter und Schwiegersohn mit Enkelkindern da. Immerhin ist sie ja die Namenspatin und hat die letzte Gelegenheit wahrgenommen, mich in meinem Zuhause zu besuchen, ehe es so weit weg in die pazifischen Regionen geht und mich die Familie nicht mehr besuchen kann. Zwei kleine Enkelkinder an Bord ist eine ganz neue Erfahrung, wunderschön. Das Angeln, die Badereisen mit dem Dinghi ins Takatuka-Land, hat allen, auch uns Erwachsenen sehr viel Spaß gemacht. Eine tolle Zeit, ich hoffe, das kommt bald mal wieder!!!

    Ende Januar haben wir, Györgyi, Janos und ich uns von Martinique aus auf den Weg Richtung Pazifik gemacht, immerhin so rund 1000 smnur bis zum Panamakanal. Die Karibik ist groß! Györgyi und Janos sind nun Dauercrew und wollen zumindestens mal bis Australien oder Neuseeland mitreisen.

    Um rechtzeitig durch den Kanal gehen zu können, haben wir etwas Eile. Curacao lag für wenige Tage auf unserem Weg. Dort trafen wir die Sabir wieder. Die Insel ist eher enttäuschend, aber gut für die Versorgung mit Ersatzteilen. Dann ging es zu den San Blas-Inseln, schon Panama, aber selbstverwaltet von den Kuna-Indianern. Danach Panama, Durchfahren des Panama-Kanals und dann die ersten Meilen im Pazifik. Was liegt auf dem Weg? Natürlich Galapagos, nicht nur weil es schon lange auf meiner Liste steht.

    Im Rückblick war Galapagos aber die größte Enttäuschung. Hier handelt es sich nur um eine gut funktionierende Touristenfalle, mit einem “Eintrittsgeld” von 1600 US$ für 20 Tage für 6 Personen (900 US$ für 2 Personen!!), nicht viel, was man bieten kann, wenn einzelne Crewmitglieder nicht die teuren Ausflüge auf Nachbarinseln oder unverschämt teure Tauchausflüge in Anspruch nehmen. Für das Geld darf man nämlich nicht auf die anderen Inseln. Das Permit würde nochmal 500 US$ mehr kosten.

    Das nächste Mal fahre ich dran vorbei, auch wenn das ein paar Tage mehr auf offener See bedeutet. Und ich rate es jedem, der auch nur in die Nähe kommt! Fragt mich, ich gebe gern Auskunft. Auch über Möglichkeiten, die Abzocke irgendwie zu umgehen.

    Dafür bedaure ich im Rückblick, dass wir - aus Zeitgründen - Bonaire auslassen mussten. Da geh ich das nächste Mal hin. und bleibe mal 2 Wochen, minimum! Denn alle, alle (!), die in Bonaire waren, und die ich danach getroffen habe, haben unabhängig voneinander die Bevölkerung, den Reichtum an Rifffischen und vor allem das klarste Wasser, was man je gesehen habt, gelobt. Also, Pflichtbesuch für das nächste Mal.

    Französich Polynesien, ein Riesen-Anteil am südlichen Pazifik, ist das nächste, was wir antreffen werden. Nach 20 Tagen Galapagos geht es endlich weiter. Warum erst nach 20 Tagen? Wir hatten immerhin 3 Crewmitglieder an Bord, die von dort aus wieder nach Hause mussten. Am 25.3. geht es los auf die rund 3-4 Wochen lange Blauwasserstrecke. Galapagos zu den Marquesas ist die längste, nicht zu umgehende Blauwasserstrecke auf der Barfußroute, wenn ich nichts übersehen habe. Wir haben ja gerade ein wenig den Alltag an Bord geübt durch 3 längere Schläge, und auch Janos, der auf dem Atlantik nicht dabei war, hat sich sehr gut eingewöhnt.

    Ab Ende März also Sendepause für eine Weile. Wir melden uns dann wieder aus einer wunderschönen Ecke dieser Welt, den Marquesas. Ab jetzt kommen eigentlich nur noch highlights, nach den Enttäuschungen in Curacao und Galapagos eine erhoffte Wende.

    Warum werden wir auch in Zukunft nicht alles sehen können, was wir wollen? Das Wetter diktiert uns, gegen Ende November spätestens, eher noch früher, in Neuseeland zu sein, weil alles andere ungemütlich, sprich gefährlich wird. Australien ginge auch, aber ich will, wenn es mir nur halb soviel gefällt, wie andere schwärmen, nochmal in die Südsee zurück. Also 2016 im April von NZ wieder zurück nach Polynesien, oder wer weiß in welche Inselgruppe. Da gibt es ja hunderte Möglichkeiten.

    Für die Saison 2016 sieht der Plan aus heutiger Sicht so aus:

    Abreise etwa Mitte April, Ankunft Ende April in Fiji. Dann folgt ein Monat Segeln in Fiji. Hoffentlich können wir in die nördliche und südliche Lau-Gruppe.

    Anschließend kommt JULIA mal etwa eine Woche aufs Trockene, für Antifouling-Anstrich, und danach machen wir noch einige schöne Tage in Fiji, oder verlassen die Insel Richtung Vanuatu. Dort schauen wir mal, wie es uns gefällt. Das wird etwa um den 5.5. bis 10.5.sein, vielleicht, wenn es uns gefällt, auch etwas später. Denn bisher haben wir, außer der Ankunft von Dagmar, ihrem Abflug und dem anschließenden Haul Out keine festen Termine.

    Anschließend steht also Vanuatu auf dem Programm, sehr ursprünglich, das ursprünglichste Land im ganzen Pazifik, wenn man Beschreibungen glauben darf, und das velleicht bis Anfang September. Wir wollen uns ja nicht stressen.

    Für Kurzzeit-Mitsegler oder Dauerurlauber ist immer ein Plätzchen frei. Aber bitte anfragen, weil sich auch schon ein paar Leute angemeldet haben.

    Ausblick für 2017

    Ich glaube, ich werde mich von Fiji nicht so einfach verabschieden könne. Also, ganz einfach gesagt: verkaufe ich das Schiff zwischenzeitlich nicht, hänge ich noch mindestens eine Saison Fiji dran, denn langsam kenne ich hier die schönen Ecken, und die sind wirklich traumhaft. Die Anreise für diejenigen, die mich besuchen wollen, ist günstiger und schneller als in die anderen pazifischen Inselstaten wie Tonga, Frz. Polynesien. und nicht zu vergessen: die Bevölkerung hier ist so herzlich, freundlich, da hat man schon ein schlechtes Gewissen, wenn man mal ein bisschen ernst schaut. Bula!

    Es wird also im Mai 2017 wieder los gehen bis November, wenn die Taifun-Saison beginnt.