31.1.2014

Wenn wir schon so schöne Strände direkt neben dere Haustüre haben, warum sollten wir nicht dorthin gehen? Also Dinghi her, alle rein, und rüber zum Schildkrötenstrand. Georgina sieht eine Schlange oder Aal, aber lebt noch. Janos will sic ein wenig sportlich betätigen und reißt die Achillessehne kaputt. Das ist nicht lustig, besonders nicht im Hinblick auf Schmerzen, die Heimreise usw.

Am Nachmittag, zu spät für eine spontane Aktion, kommt die Nachricht vom Konsulat, dass ich wieder ein ordentlicher Mensch bin. Am Montag werde ich mich gleich dorthin begeben, und dann Barbados zusammen mit Benni ganz schnell verlassen.

30.1 2014

Wir genießen die letzten paar Urlaubstage von Georgina und Janos, und ich glaube, dass er auch so langsam Spass an diesem Leben gewinnt. es ist schön, eine fremde Stadt in Reichweite zu haben, und dorthin gehen zu können, wenn man will.

Der Segelmacher ruft an und hat unsere Segel fertig. Diese abzuholen, wieder auf das Schiff zu bringen und zu setzen ist schon Arbeit genug für einen Tag, oder?

29.1.2014

Am Morgen habe ich eine Verabredung bei Karen und Steward, Wassermacher und überhaupt das ganze Schiff mal anschauen.

Anschließend schauen Janosz, Profi, und ich mal nach meinem Motor, dem Verlust von Kühlwasser im Innenkreislauf und so allgemein.

Es stellt sich heraus, dass es wohl tatsächlich an der Pumpe, aber nicht an der Achse der Pumpe, leckt. Da die Pumpe weder neu abgedichtet noch gewechselt werden kann, ohne den Steuerriemen wegzunehmen, beschließe ich, eine Reparatur auf die Zeit zu verschieben, wenn ein großer Service mit Wechsel des Steuerriemens sowieso fällig ist, also am Ende der Saison.

Was mich aber richtig ärgert ist die Tatsache, dass es an der Impellerpumpe immer noch leckt. Also der ganze Zirkus von Neujahr in Marin nochmal.

28.1.2014

Termin um 10:30 Uhr für die Übergabe der Segel, Besprechung, danach auf einen Drink in die Hafenbar, und schon ist es wieder Spätnachmittag. Man will sich ja auch nicht hetzen.

Hauptsache, der Segelmacher bringt uns die Segel wieder vor dem Wochenende.

Wie ich vermutet habe, hat dieser “Segelmacher in Martinique den gelösten Lichtschutz so hart genäht, dass mehrere Sollbruchstellen entstanden sind. So kann man ein Segel auch zerstören. Hoffentlich ist der hiesige besser, und ich habe ihm die Aufgebe gegeben, diese Sollbruchstellen zu verstärken. Und mit dem anderen rede ich noch ein paar Takte, wenn ich wieder in Martinique bin.

27.1.2014

Jetzt kommt das Segielproblem dran. Georgina will rauf in den Mast, und das ist nötig, weil sich das Segel am Riss verheddert hat. Dann geht aber alles sehr schnell, und es muss auch, weil man nie weiß, wann der nächste Regenschauer mit Ankündigung durch kräftige Böen kommt. 

Mit dem Segelmacher wird es heute trotzdem nichts, vielleicht arbeitet der montags woanders. Auf jeden Fall soll ich morgen wieder anrufen. Ein bisschen Einkaufen fahren, faulenzen und schon ist der Tag rum.

26.1.2014

Mehr oder weniger die Gruppe von der Hochzeitsfeier macht mit einem Kleinbus, in den wir zusammen gerade reinpassen, eine Inselrundfahrt, mit wunderschönen Stränden im Osten, die für Segler nicht zugänglich sind, weil dort die Atlantikwelle und der Wind voll draufstehen, und schönen Lokalen, Aussichtspunkten usw., die uns Boaties sonst ebenfalls verborgen blieben.

Ich werde mir das für die Zukunft merken und gelegentlich versuchen, ins Landesinnere zu kommen. Die Eindrücke sind vielfältig, und ganz anders als der Blickwinkel vom Schiff aus.

Barbados hat was, ganz besonders für Touris an Land.

25.1.2014

Benjamin will in die Kirche, und wir, Georgina und ich, nehmen die Gelegenheit wahr und schließen uns an. Dass der Gottesdienst runde 4 Stunden dauert, und dass wir, weil Attraktion des Tages, uns, selbst wenn wir wollten, kaum verdrücken können, haben wir vorher nicht geahnt. Aber es war auch schön, und interessant, und die Herzlichkeit dieser Gemeinde ist einfach überwältigend.

24.1.2014

Etwas Ausruhen ist angesagt, und wir fahren zurück in die Carlisle Bay von Bridgetown. Angelcontest, wie auf dem Weg nach Speightstown. Aber ich glaube, ich habe alle angesteckt. Keiner fängt was.

23.1.2014

Heute ist der 10. Hochzeitstag von Ilja und Stefan, und eigentlch der Grund, warum ich in Barbados und nicht auf einer anderen Insel bin. Die beiden haben, nachdem sie ihr Schiff auf einer Atlantiküberquerung verloren haben, nach trotzdem glücklicher Ankunft hier geheiratet. Der eine oder andere von Euch wird sich erinnern daran, dass ich von einem wichtigen Termin in Barbados gesprochen habe, ehe ich losfuhr. Das ist er.

Am Morgen fahren alle Gäste mit den Schiffen nach Speightstown, direkt vor das wunderschön gelegene und urige Lokal, “Bo’s Place”, die trotz anderer Verpflichtungen nur für uns öffnen, und nachmittags ab 4 Uhr wird gefeiert. Mit von der Partie sind Karen, Steward, Freunde aus Köln und Basti, ein Gast auf der Sabir.

Gutes Essen, tolles Bier, ein Sonnenuntergang hinter unseren Schiffen. Was man eben so hat, wenn man sich in der Karibik rumtreibt.

Außerdem taucht plötzlich aus dem Dunkel mein neuer Gast, Benjamin, auf, in Begleitung eines zum Fürchten großen und kräftigen Einheimischen, der aber sehr freundlich ist und ihm die letzten Meter zu der Gaststätte zeigte, in der wir feiern.

22.1.2013

Heute besuche ich das deutsche Honorarkonsulat in Barbados und bitte die nette Dame dort, einen richtigen Menschen aus mir zu machen. Sie meint, dass es Chancen gäbe, das in 10-12 Tagen zu schaffen. Mehr Details, wenn es geglückt ist.

Ansonsten nachmittags mal einkaufen, ein bisschen dösen. Das alles macht einen ja so fertig.

Das Bussystem in Barbados ist übrigens zu empfehlen. Überall fahren Linienbusse der Größe 8-10 Personen (Ford-Transit-Größe), man steigt ein und zahlt beim Ausstieg 2 Barbados-Dollar, das ist weniger als ein Euro. Die Strecke ist dabei unerheblich. Ganz offensichtlch gehören die Fahrzeuge den Fahrern, die auf eigene Rechnung fahren.

21.1.2014

Aus dem Plan, einen arbeitreichen Tag zu machen, wird nichts. Hier ist Feiertag, und die größte Hektik verbreiten die Wassermopeds, die wie die Verrückten durch die Bucht rasen. Ein wenig Putzen im Schiff, etwas Wasser aus der Bilge, aber das war’s dann auch, und schon ist der Tag rum. Für den einen oder anderen der gestrigen Partyteilnehmer ist der Tag auch noch etwas kürzer. Aber es leben noch alle

Ein Versuch, das Segel herunterzuholen, scheitert am Wind. Es muss jemand rauf, und daher wollen wir auf Windstille (alles unter 10 kn) warten.

20.1.2014

Aber auch das half nichts. Um 4 Uhr in der Früh haben wir ein Riesenloch, wobei es so aussieht, als ob zwei Bahnen auseinandergegangen sind. und das in der Nähe einer der Nähte, die der Segelmacher nachnähte, um den Lichtschutzstreifen wieder zu fixieren. Ob da ein Zusammenhang besteht, wird wohl nie geklärt werden können. Auf jeden Fall muss jetzt für die letzten 25 sm der Diesel her. Mit machmal nur 2 kn SOG kämpft er sich wacker durch Welle und Gegenstrom. Um 1630 Uhr sind wir in Port St. Charles und klarieren ein.

Und nach dem Einklarieren schnell noch die 2 h in die Carlisle Bay, nach Bridgetown, denn da warten Stefan und Ilja. Die Wasserschutzpolizei können wir durch Zuruf überzeugen, dass wir einklariert sind, denn die wollen uns noch zu einem Besuch bei den Behörden in Bridgetown nötigen.

Als wir in die dunkle Carlislebay einfachen, und uns zwischen großen Pötten, die dort unbeleuchtet rumrosten, und eingen beleuteten und unbeleuchteten Yachten versuchen, zurechtzufinden, kommt plötzlich Stefan mit dem Dinghi angeschossen und führt uns sicher auf einen guten Ankerplatz.

Jetzt ist Zeit, Janos vom Land aufs Schiff zu holen. Er wartet schon eine ganze Weile an Land, und Stefan, der sich - weil schon eine Weile da -besser auskennt, findet ihn, natürlich zusammen mit Georgina.

Und dann gibt es die allgemeine große Wiedersehensfreude, nach Überquerung des Atlantik und einigen Wochen in der Karibik, und für Georgina nach 3 Monaten Trennung von ihrem Janos. Zu unserer Wiedersehensparty gesellen sich auch noch ein englisches Paar, Karen und Steward, mit dem die beiden im Verband über den Teich sind, und so wird es 1 Uhr oder später, aber es ist einfach wunderschön, und kurzweilig und interessant, denn alle haben was zu erzählen. Von Erlebnissen auf dem Atlantik oder schon entdecktem hier auf den karibischen Inseln.

Nach dem Abend weiß ich allerdings, dass wir die größten Deppen sind, was das Angeln anbelangt. Alle anderen fangen Fische, lassen sie teilweise wieder schwimmen, weil sie zu groß sind, und wir baden nur die Köder. Der eine schwört auf Wobbler - ich versuche es damit. Nichts. Der nächste rät dir pinken Tintenfisch, auch nichts. Aber wir geben noch nicht auf!

19.1.2014

Um 3 Uhr fällt der Anker in den flachen Wassern vor Marin. Ausschlafen, Segel wechseln, um die Mittagszeit geht es wieder los. Gottseidank musste keiner bei dem Schwell, der eigentlich überall herrscht, in den Mast, denn der Achterliekstrecker lebt noch, und so können wir das Genuafall mit Beschlag herunterholen.

Alles klar? Dann geht es wieder ab auf die Piste, denn Georgina wird langsam nervös, denn morgen kommt ihr Mann sie besuchen, um mal das Seglerleben zu schnuppern.

Wir fahren diesmal gerefft, langsamer natürlich, und nicht so hoch am Wind, aber wir wollen das letzte Segel schonen. Es kam ja gerade gestern aus der Reparatur.

18.1.2014

Vorbereitungen für die Reise nach Barbados. Darüber wird es Mittag, und um 14 Uhr legen wir ab. Ein Blick in die Bücher oder auf die Karte zeigt, dass esw sich um rund 100 sm hart am Wind handelt, bei günstigstenfalls 20 kn, aber auch bis zu 35 kn und einige Meter Welle.

Wir wollen alles so schnell wie möglich überstehen, lassen die Genua ungerefft und haben dadurch zwar ungemütliche 20 Grad und mehr Krängung, aber machen auch über 5 kn hart am Wind. Bis, ja bis nachts um 10, nach ungefähr einem Viertel der Strecke, der Kopf der Genua abreißt. Georgina merkt den Fehler sehr frühzeitig, und so können wrd dir Genua noch rollen, ehe sie sich an Deck türmen würde. Den Rest unter Motor zu machen, bei der Welle, würde sicherlich schaden und so kehren wir um.

17.1.2014

Julia und Michael verbringen die letzten Stunden nochmal zum Baden mit Dinghi in der Bucht, Georgina ist fleißig auf dem Schiff und ich fahre ohne Erfolg nach Lamentin und zurück.

Dann, am Nachmittag geht es ab auf den Flughafen für die beiden, die dort Gregor und Cornelia wiedersehen, und gemeinsam die Heimreise ins kalte Deutschland antreten.

Georgina und ich machen noch einen weiteren Marinatag, nutzen am Abend das Mietauto für einen Großeinkauf und eine kleine Schleife über die Insel Insel, wobei der Haupteindruck wegen der frühen Dunkelheit eher einige Wohngebiete sind, in denen wir alle nicht leben wollten, als die wunderschöne Landschaft und der Wald oder Bewuchs überall.

16.1.2014

Die Strecke zieht sich, vor allem auch deshalb, weil die Strecke von Süd nach Nord wohl eben nur selten ein Halbwindkurs ist, sondern eher Am-Wind und um St. Lucia herum kreuzen wir sogar einmal auf, weil das Schiff eben nicht sehr gut am Wind ist. So brauchen wir die Nacht und den kommenden Tag bis ca. 15 Uhr, um Marin zu erreichen. Und das für Luftlinie ca. 80 sm. Naja.

15.1.2014

Am Morgen, als wir ausklarieren möchten, um in Ruhe nach Norden in Richtung Abflug füe Julia und Michael zu segeln, erfahren wir, dass der Zoll nur abends für eine Stunde kommt und wir ihn locker gestern hätten machen können.

So müssen wir halt noch warten. Erst kurz bevor am Abend der Zoll wieder kommt, erzählt uns jemend, dass wir auch in Chateubelair, nächste Bucht, hätten auschecken können, und das ganztags.Mein Buch erwähnt das leider nicht. Egal, wir besichtigen den Wasserfall, faulenzen und holen uns beim Liegen zwischen den Dalben und einer Boje, die wohl in 20 m Tiefe verankert sein muss, noch einen bösen Schaden. Eine Böe drückt mich so weit an eine Dalbe hin und krängt dann noch das Schiff, sodass diese Dalbe (Rest des Stegs aus dem Film mir ein ca. 60 cm langes Stück aus der Fußreeling erausreißt. Das kann man reparieren, sicherlich, aber ich nicht und nicht heute. So ist das Leben.

Der Zoll hat noch eine Überraschung parat. Nachdem die Papiere alle erledigt sind, muss ich nur noch zur Immigration, das ist 5 min. über den Berg im nächsten Ort. Aus den 5 min. werden aber gut 2,5 km oder über eine halbe Stunde zügig laufen, und die Unsicherheit, ob der Laden, was auch immer es ist, noch offen hat (immerhin ist es schon dunkel und nach 18 Uhr). Mit viel Fragen finde ich es schließlich, es ist die örtliche Polizeistation. zurck nehme ich, zusammen mit 3 Australiern, ein Sammeltaxi, und breche auf dem Weg nicht zusammen vor Erschöpfung.

Die Crew weiß nicht, wo ich bin, und ist, glaube ich, heilfroh, als ich wieder auftauche. Um 21 Uhr geht es endlich los, in die Nacht, nachdem wir noch zu Abend gegessen haben.

14.1.2014

Unsere nächste Station ist Wallilabou Bay, eine malerische Bucht und Drehort der 3 Fluch-der-Karibik-Filme. Eigentlich ungeeignet, um zu übernachten, aber Boje und Landfeste zu den Dalben eines alten Steges, den der letzte Hurrikan teilweise zerlegt hat, machen es möglich. Am Abend gehen wir in das Restaurant direkt neben dem Steg, und zu unserer Überraschung spielt hier eine Steelband, so toll, dass viele Gäste tanzen. Und das Essen war ebenfalls sehr gut. Ein rundum gelungener Abend, unvergesslich!

13.1.2014

Wir steuern noch einmal Bequia an, zum einen, weil es ein sehr netter Ort ist, in dem man ruhig liegen kann, zum anderen brauchen wir unbedingt Wasser, denn unsere Tanks sind leer. Und hier gibt es alles, das Wasser wird per Schiff gebracht, Diesel, wenn man welches bräuchte, auch. Nach Ankunft gehen wir im Ort einkaufen, in ein Internet-Cafe und nach Bedarf auf die Bank. So das übliche, wenn man ein paar Tage mehr oder weniger in der Wildnis oder in kleinen Dörfern war.

12.1.2014

Langsam machen wir uns auf die Rückreise nach Martinique. Canouan sind zwar nur 15 sm Fahrt, aber immerhin in Richtung Norden. Eine ziemlich verlassene Stadt, so aus der Ferne betrachtet. Und der Schein trügt nicht. Bars geschlossen, keine Geschäfte, nichts los. Die Reiseführer sprechen von einer zweigeteilten Insel, mit einem riesigen Resort der absoöuten Luxusklasse, so ab 1200 USD pro Nacht, im Norden, und der farblosen Restinsel.

Allgemein zur Touristensituation auf allen Inseln kann man sagen: Es ist zwar im Augenblick Hochsaison, und bis Mitte April sollen eigentlich die sonnenhungrigen Amerikaner und Europäer kommen, aber es ist auffallend ruhig in den Restaurants, an den Ankerplätzen und in den Marinas. Man klagt auch offen, und schiebt es für St. Vincent zumindestens auf zu wenig internationale Werbung, die zugunsten der Ausgaben für einen neuen Flughafen gekürzt worden seien.

Aber trotzdem sind die Bewohner hier immer guten Mutes, und freundlich. Es ist eine schöne Stimmung hier.

11.1.2014

Anker auf, ab in die Cays, und da wir hier schon einmal waren, suchen wir uns diesmal einen ruhigeren Platz, an einer Boje im Kanal, nicht weit zum Lobster on the Beach und zu den Schildkröten. Direkt 20m neben unserem Liegeplatz wachsen Mangroven ins Meer, ein paar Steinhaufen, die am Ufer aufgeschüttet sind, stellen sich als Berge alter Conch-Muscheln heraus.Bei uns stehen sie unter Artenschutz. Vielleicht werden sie hier entsorgt, weil man sie nicht mehr verexportieren kann.

Unser Ausflug zu den Schildkröten bescheert uns das Tauchen inmitten etwa bis zu 80 cm großen Meeresschildkröten, und an Land einen ganz schön großen und gefährlich aussehenden Leguan, der sich von anderen mit Bananen füttern lässt. Bei einem zweiten Ausflug entdecken Julia und Michael auch noch eine Landschildkröte und Warane.

Am Abend geht es dann die 100 m mit dem Schlauchboot an den Sandstrand, unter die Palmen, und es gibt Lobster mit Reis, Kartoffeln, vorher etwas gegrillte Banane. Der Lobster war vorzüglich. Die Veranstaltung ist sehr zu empfehlen. Ich gebe den Tip, den ich auch bekommen habe, gern weiter!

Weniger prickelnd, aber trotzdem wichtig: ich schaffe es endlich, mit meinem FTP-Server nun über die Internetverbindung an meine Webseite zu kommen. Die nachlässigen Updates in der letzten Zeit hatten mit Technik, nicht mit meiner Faulheit zu tun!

10.1.2014

Der Ausflug auf die Insel bringt, auch wegen der zu besteigenden Höhe, schöne Blicke und auch Einblicke in das Leben der Einheimischen. Ein Kreuzfahrer, für den in der Saline Bay ein wenig Touri-Veranstaltung gemacht wurde, packt seine Leute wieder an Bord und wir bekommen eine kleine Extra-Show einer Steel Band.

Am Abend geht es nochmal an Land zum Essen. Conch-Muscheln, und Passivrauchen von Drogen, die irgendwo im Nachbarhaus geraucht werden und zu uns mehr oder weniger intensiv herüberwehen.

9.1.2014

Die nächste Bucht liegt 5 sm weiter, Salt Whistle Bay auf Mayreau. Einfach nur schön, und malerisch, und ruhiges Liegen. Ich glaube, das halten wir auch mehr als einen Tag aus.

Abhängen, tauchen, ein wenig am Boot machen. Julia und Michael gehen in den Ort. Sie erzählen so begeistert, und am nächsten Tag sind wir trotz sehr steilem Berg auch mit dabei.

Ich packe in den kommenden Tagen ein paar neue Bilder ins Netz.

Allgemeines zur Karibik:

Vielleicht bin ich etwas blauäugig in meinen Erwartungen gewesen, vielleicht haben wir auch eine besondere Wetterlage, aber soviel Wind hatte ich nicht erwartet. Die Windwards (der Name sagt es eigentlich auch) liegen voll im Passat, der Tag und Nacht bläst mit min. 15 kn, aber oft mit 30kn oder in Böen noch mehr, auch in der Nacht am Ankerplatz. Dazu kommen dann noch die Regenschauer, kurz und erfrischend sind, und immer, wenn man gerade irgendwelche Fenster offen hat oder zum Abendessen gedeckt ist.

Die Karibik ist ein Starkwindrevier, zumindestens hier in der Ecke, das ich so nicht erwartet hätte. Auf Fotos sieht man weder Wind noch Regenschauer. Als Belohnung aber sind alle Kurse (außer Barbados) Halbwindkurse, und eben mit gutem, zuverlässigem Wind.

Ein wenig Respekt habe ich vor den rund 100 sm von Martinique bis Barbados, am Wind gegen Passat und Golfstrom. Mal sehen. Die Bücher raten davon ab. Am 18. oder 19.1. geht es los, wenn Julia und Michael in Fort de France wieder die Heimreise angetreten haben werden. Aber wir wollen Stefan und Ilja besuchen, und Georginas Mann kommt auch eingeflogen, um sich das alles mal aus der Nähe anzusehen.

8.1.2014

Direkt gegenüber von Union Island ist Palm Island, mit einigen All-Inclusive-Hotelanlagen und wunderschönem Strand. Dort gehen wir für eine Nacht vor Anker bzw. an eine Boje, am Nachmittag mischen sich Julia und Michael unter die Hotelgäste (600 USD pro Nacht).

Die Nacht ist sehr unruhig, es haut das Schiff ziemlich hin und her, und statt eine weitere Nacht zu bleiben, segeln wir einfach in die nächste, besser geschützte Bucht.

7.1.2014

Gregor und Cornelia gehen von Bord, haben noch ein paar Tage in einem Resort auf Grenada gebucht. Wir fahren deshalb mit den ersten Sonnenstrahlen nach Union Island, organisieren die Löschung von der Crewliste und ein Wassertaxi. nach Grenada. (Wassertaxi heißt offenes Boot, mit einem Außenborder, keine weiteren Sicherheitseinrichtungen und immerhin 5 sm offenes Meer im Passat. Die beiden sind auch - so habe ich gehört - gut nass geworden.

Danach gehts zum Einkaufen, Internet-SIM-Karte besorgen usw. Eigentlich haben wir eine sehr interessanten Liegeplatz in der Clifton Bay. Sie ist einer der wenigen Naturhäfen im Osten, also dem Passat ausgesetzt, aber durch ein Riff geschützt. Die Kite-Surfer schießen an uns auf Luv vorbei, machmal fehlen keine 10 m zwischen Mast und dem Kite bzw. den Leinen.

Wir können vom Liegeplatz aus die Starts und Landungen von Flugzeugen auf der sehr, sehr kurzen Landebahn beobachten, die wohl ihresgleichen sucht. Sie ist so kurz, dass man ohne besondere Eignung dort wohl nicht landen darf.

6.1.2014

Ankern in den Tobago Cays. Es handelt sich um einen Naturpark, mit moderater Eintrittsgebühr, und einigen besonderen Regeln zu Müll, Fäkalientank-Benutzung, Ankerplätzen, Angelverbot, usw. Die Grenadinen waren die ersten in der ganzen Region, die den Schutz der Natur begonnen haben und sind mächtig stolz darauf.

Drei kleinere Inseln werden von einen hufeisenförmig im Osten liegenden Riff geschützt, zu dem man mit dem Schlauchboot hinfahren und dann dort schnorcheln kann. Weiter draußen ist noch ein zweites Riff, aber das ist nichts für unser Dinghi und unsere Ausrüstung. Das innere Riff reicht auch vollkomen.

Da schwimmt mal ein Rochen der Halbmeter-Klasse unter einem durch, eine Meeresschildkröte kann man vom Schiff aus oder in einem besonders abgesperrten Bereich schwimmend beobachten. Ich gerate in einen Schwarm von ca. 30 königsblauen Fischen. Es ist einfach schön da.

Das Schiff liegt relativ unsicher, den Anker reißt es zweimal heraus, und in der zweiten Nacht bin ich öfter mal wach, um die Position zu prüfen.

Ich habe den 20kg-Edelstahlanker wieder montieren müssen, nachdem sich in Fort de France der Bügelanker beim Einholen aus dem Wirbel gelöst und in rund 12m tiefen Wasser mit rund 30 cm Sicht verabschiedet hat. Ich hatte die Schraube fest angezogen, aber offenbar hat sie sich bei der Überfahrt über den Atlantik gelockert, wie so einiges. Immer noch besser, wenn er beim Einholen abtaucht, als in einem Augenblick, wo ich die Haltekraft benötigen würde.

5.1.2014

Morgens früh, sehr früh, so um 9 Uhr, geht es los Richtung Tobago Cays. Es ist zwar nicht weit, so 15 - 20 sm, aber wir wollen früh ankommen, Riff-Tauchen, abhängen.

Die Einfahrt ist leichter als erwartet, der Kartenplotter stimmt auffällig gut, sodass ich Vertrauen fasse, ohne eine gesunde Vorsicht zu verlieren, (immerhin ist es mein erstes Korallenriff,) und wir fahren ohne Probleme zu einem Ankerplatz, an dem sich schon einige versammelt haben.

4.1.2014

Weiterfahrt nach Mustique, in die Britannia-Bay. Dabei haut uns ein Squall, den wir lange gesehen, aber einfach unterschätzt haben, mal so richtig platt. Wären die seitlichen Luken nicht zu gewesen, hätten wir ein paar Liter Wasser im Schiffgehabt. Diese Sturmböen sind wirklich nicht zu unterschätzen. Gottseidank ist niemand in Panik verfallen, eine tolle Crew!

Abends geht es ans Ufer, zu Basil, und einige nehmen die Gelegenheit wahr für den ersten Caribbean Lobster. Hier gibt es auch WIFI, das ich vom Schiff aus erreiche, deshalb bekommt Ihr wieder was zu lesen.

3.1.2014

Nach Studium der Bücher, die Bequia als Einklarierung für die SVG (St. Vincent und Grenadines) empfehlen, wählen wir Port Elizabeth und die Einklarierung geht (trotz Befürchtung hauptsächlich des Skippers) ohne Probleme. Wir sind drin, in der Gegend, die für viele offenbar das Herzstück der Karibik ist. Port Elizabeth gibt uns schon mal einen Eindruck der Lebensweise, alles obercool und izi, und es fehlen nicht die Rastalocken, Strickmützen, irre geschmückte Boote oder Autos mit Bemalung.

2.1.2014

Den folgenden Tag wird am Morgen etwas geschnorchelt, an einem abgestorbenen Korallenriff, und abends sind wir in Vieux Fort, einem ausgewiesenen Ankerplatz, der aber eher einer Schüttelrutsche gleicht. Irgendwie kommt der Schwell des Atlantik um die Ecke, und wir verlassen ihn, auch um die Strecke nach Süden besser zu schafffen und früh anzukommen, schon morgens um 3 Uhr.

1.1.2014

Alles wieder in Ordnung, wir können ablegen. Wir machen einen Schlag in die Rodney Bay auf St-Lucia, kommen aber dort sehr spät an, weil wir noch die Reparaturen erledigen mussten und erst gegen Mittag ablegen konnten.

Einklarieren ist so spät nicht mehr möglich.

31.12.2014

Unsere Gäste verbringen einen Großteil des Tages mit dem Dinghi in der Bucht, schmuggeln sich irgendwie in einen Hotelstrand und haben einen Badetag. Ich bin bis an den Hals im Motorrraum, denn zusätzlich zu dem Simering kommt mir auch noch ein Lager entgegen.

Mit viel List kann ich des alte (eingeschrumpft) mit Bordmitteln ausbauen und das neue einsetzen. Sonst würden wir morgen noch hier bleiben müssen. Denn der 1.1. ist wie überall Feiertag. Am Abend, gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang und Silvester-Abend wird die Reparatur fertig. Am 1.1. müssen dann “nur noch” Babystag und Unterwanten eingesetzt und das Ersatzsegel gehisst werden und schon kann es hoffentlich losgehen ins neue Jahr.

30.12.2014

Die Wanten werden in Auftrag gegeben und der Simering besorgt. Das Segel kommt runter, ein Segelmacher holt es auf Tel-Anruf mit den Dinghi ab.

29.12.2013

Auf der Fahrt habe ich plötzlich richtig Wasser an Bord im Motorraum, so etwa 10 - 15 l pro Stunde Motorlaufzeit. Hurra, der Simering an der Seewasserpumpe hat seinen Geist aufgegeben.

Wir suchen in Marin in die Marina, und finden eine riesengroße Bucht, mit hunderten von Seglern vor Anker, an Bojen oder eben in der Marina. Die Infrastruktur ist herrlich, um Ersatzteile zu beschaffen, Stag und Wanten neu zu machen und die Salzwasser-Pumpe zu reparieren.

28.12.2013

Wir merken schnell, dass Fort de France nicht der Platz für die Segler ist, sondern die gut 20 sm südlich liegende Bucht Marin. Wir nehmen früh erst noch noch Julia, Micheal, Corinna und Gregor an Bord und dann wieder ab nach Süden.

Die Überfahrt 4.12. - 28.12.

Um jetzt nicht über Tage berichten zu müssen, an denen nichts, überhaupt nichts passiert ist und an dnen wir nur geschlafen oder gedöst haben, fasse ich lieber die Reise zusammen.


Wir mussten zu einem nicht zu optimalen Zeitpunkt starten, weil sonst meine nächsten Gäste Fort de France auf Martnique am Ufer gestanden hätten, um nach uns Ausschau zu halten. Außerdem waren wir beide, Georgina und ich, interessiert daran, endlich die Leinen loszuwerfen. Was uns blühen würde, wenn wir Columbus’ Route nehmen würden, war uns klar. Zwischen den Kanaren und den Kapverdengab es einige Flautenzonen, ehe man den Passatgürtel erreichen würde, und der war eigentlich auch nicht da! Ein insgesamt sehr ungewöhnliches Wetterbild. Also wähltzwn wir zuerst den Weg direkt nach Westen, denn dort gab es Wind, an El Hierro vorbei hinaus auf den Atlantik.

Das ging zwei Tage gut, bis uns einer unserer Wetterberater die dringende Empfehlung gab, nach Süden auszuweichen, denn im Westen käme ein ziemlich heftiges Tief auf uns zu, was mit Widstärken über 7 Bft gedroht hätte und uns zusätzlich weit nach Norden getrieben hätte. Also Kursänderung, ab nach Süden, so weit westlich wie der Wind zulässt.

Das ging kurze Zeit gut, dann kam eine Flaute, duie uns zwang, ca. 12 h den Motor zu nehmen, eine Entscheidung, diie sehr schwer fällt, wenn man noch rund 2500 sm vor sich hat. Flaute vorbei, dann gibt es Sturm, dann nochmal Flaute, Sturm und endlich, am xxx die erlösenden Nachricht, dass sich erstens der Passat langsam wieder aufbaut mit gewohntem Bild, und außerdem, dass wir auf unserer Position am Abend endlich den NO bekommen sollten, der uns in die Passatzone hineinschiebt. Das hat sogsar bis auf eine Stunder Vreschiebung gut geklappt.

Allerdings war es nicht das Passatwindsegeln, das wir erhofft hatten, ruhig, wenig Welle, 15-20 kn achterlich, sondern 4-5m, Welle teilweise leicht verschoben zur Windrichtung, und eigentlich immer 4-5 m Welle.

Das nervt! Du bist nicht in der Lage, etwas vernünftiges zu machen, Kchen ist eine Herausforderung, ansonsten geht lesen, in der Ecke liegen und dösen, sich von der letzten Ancht und den Wachzeiten zu erholen.

Alles geht gut bis Freitag, den 13! Die Probleme fangen erst am 14. an. Das Babystag bricht, und am Folgetag gesellt sich noch eine Unterwant - zwischen der oberen und untern Saling, dazu. Außerdem löst sich langsam die Genua auf. Beim Unterliek separiert sich zuerst der Lichtschutzstreifen, dann kommt ein Verstärkungsgurt dazu, sodass das Unterliek nur noch aus dem unvernähten Stoff besteht. Ich habe allerdings bei 4-6m Welle und 20 bis 35 kn Wind keine große Lust, die Genua auszutauschen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Also wählen wir die Variante: absichern, was geht, mit möglivchst wennig Belastung weitersegeln und hoffen darauf, dass Mast und Segel halten.

Den nun sehr wacheligen Mast unterstützen wir durch mehr Spannung am Achterstag, Spifall und Topnant beide mit aller möglichen Spannung auf die Püttings der Steuerbordwant heruntergespannt. So - jedenfalls bilde ich mir ein - ist, wenn das Schiff in den Wellen hin und er geworfen wird, die seitliche Biegung des Mastes sowie auch die Schwingung in Fahrtrichtung, geringer geworden. Die Belastung entsteht weniger der Druck in die Segel, sondern die endlos unter dem Schiff durchlaufende Welle.

Alle 5-8 sec rauf auf 5 m und wieder unter, und dazu über Stunden und Tage noch leicht von der Seite, was dem Schiff Krängungen von bis zu 30 Grad beschert. Das zerrt an allen Stagen und Wanten, und auch an den Nerven des Skippers, der damit rechnet, dass ihm bald die nächste Unterwant um die Ohren flegt. Oder eine Want - nichts ist unmöglich: Natürlich weiß ich, was das bedeuten würde. Ob Georgina das alles ebenso sieht oder nicht, tut nichts zur Sache. Auf jeden Fall richtet sie mich mir ihrer endlos possitiven Sichtweise der Dinge immer wieder auf und war eine wichtige Stütze für mein Gemüt.

So langsam gewinne ich Vertrauen in das geflickte Rigg, und ganz allmählich wird auch die Welle weinger. 2-4 m ist ja immerhin eine Verbesserungt. So humpeln wir die letzten 1200 sm dem Ziel entgegen, mit Etmalen so um die 110 bis 120 sm. Dafür sorgt ein Groß, was bis auf 10% seiner Fläche weggerollt ist und - auf Steuerbord mit Baum fast rechtwinklig draußen, eher noch zusätzlich dazu dient, den wackeligen Mast zu fixieren, als für Vortrieb zu sorgen. Bei der Genua traue ich mich von Tag zu Tag mehr. Und sie hält bis zum Schluss. Ein Lob dem Stoff, und dicken Tadel an den Segelmacher, denn es löst sich nicht nur das Unterliek auf, sondern inzwischen auch aller Lichtschutz. Da hat m.E. jemand schlampig genäht, und zwar über das ganze Segel. Wenn der offene Stoff mehr aushält als fixierende Nähte, ist das was faul!

Auf jeden Fall, die Genua wird bis ca. 50% der Gesaamtfläche genutzt, und das ist ja schon mal was. Wir kommen pünktlich in rtinique an, ca. 7 Stunden vor unsrer Gästen, und das ist doch perfekts Timing nach 24 Tagen auf See. Jetzt müssen wir das Wochenende abwarten, und dan veruschen, neue Wanten und Babystag zu bekommen. Das Segel ist nicht das Problem, ich habe ein Ersatzsegel.

Coumbus war schneler als wir, hatte allerdings auch bessere Wetterbedingungen. Er schaftte seine erste Überfarht in 21 Tagen. Wir sind an dem Punkt, den er als Einstieg in den Passat als optimal benannte, ohne Zutun, gesteuert durch unsere Windsteuerung, in einem Abstand von vielleicht 10 sm vorbeigesegelt.


Weitere Verluste und Schäden: die Pütz liegt irgendwo auf dem Meeresgrund, nachdem beim Wasserholen der Zug so groß wurde, dass ich etwa 3 Sekuden lang die Alternative hatte zwischen Eimer weg oder Eimer und Hand weg. Ich entschloss mich, die Hand zu behalten.

Wir haben eifrig Köder verfüttert, zweimal an wirklich kapitale Burschen, die uns keine Chance gelassen haben, auch nur das Schiff zu verlangsamen oder zu stoppen, ehe sie die Leine gekappt haben.

Und durch Blödheit des Skippers hat der Bullenstander eine Relingsstütze gescheit verbogen. Ein wenig Kraft in die andere Richtung wir es richten.

Verletzungen

Zu Zeiten, als wir noch 5 m Welle und mehr hatten, hat es mich mit ein paar Rippen mal richtig auf die Ecke am Kartentisch geworfen. Das spürt man mehr als eine Wochen lang. Gut, dass nichts gebrochen ist.

Ich habe mir vorgestellt, da draußen sei etwas mehr los. Aber es gibt wirklich kaum Schiffe, auch keine großen. Wir können immerhin ca. 25 sm weit “sehen”, denn unser Radar-Transponder gibt eien Piepston, wenn ihn ein Radarstrahl trifft. Und das funktioniert etwa bis 25 sm. Das AIS meldet uns andere Schiffe bis ca. 15 sm, auf jeden Fall da draußen, was mit der Welle zu tun haben kann. In der ganen Zeit haben wir eien Segler gesehen und 3 oder 4 Frachter. Sonst gibt es da draußen nichts, außer Wasser und Wind. Manchmal habe ich mich gefragt, wer uns den retten könnte, wenn was passiert, aber da greifen dann ganz andere Mechanismen, und Schiffe nehmen Umwege auf sich.

Gelegentlich bin ich morgens über Deck gekrochen, um die fliegenden Fische, die sich nachts verflogen hatten, ausgetrocknet wieder ins Meer zu werfen. Eine wunderschöne Spielart der Natur, und schön zu beobachten, wenn sie, aufgeschreckt durch unser Schiff, am Bug aus dem Wasser schießen und dann einige hundert Meter weit durch die Luft fliegen. anche machen sich daraus noch einen Spass und pralen mehrmals von der Wasseroberfläche ab wie ein Stein, den man auf einem See tanzen lassen kann, wenn ma ihn entprechend wirft. Eine Brustflosse, die so lang ist, dass sie bis zum Schwanz reicht, und die fächerartig gespreizt werden kann, gibt ihnen diese fastzinierende Eigenschaft, die Sicherlch bei Flucht sehr effektiv ist. Feind kommt, dann verschwindet man einfach in eine andere Dimension. Tragisch nur, wenn da draußen eine Möve oder ein ähnlicher Vogel wartet, wie Georgina beobachten konnte.

4.12.2013

Mensch, sind wir abgefahren? Nein, Mensch, wir sind endlich abgefahren. Nach einer weiteren Fahrt nach Santa Cruz, Tausch des Funktelefons, Abgabe des Mietwagens usw.

Um 1630 Uhr Ortszeit. Und jetzt könnt Ihr Euch, bis auf die Windcoaches, alle entspannt 3 Wochen zurücklegen.

CU

3.12.2013

Heute wird es hektisch werden, und wenn Ihr nichts mehr lest, dann haben wir es geschafft, einen Mietwagen zu besorgen, das Motorola 9555 zu tauschen, den Mietwagen wieder abzugeben, 3 frische Salatköpfe zu kaufen, denn der Rest ist ja von Samstag, zu tanken und abzulegen. Sonst geht es am 4. los.

Wir melden uns dann wieder, wenn wir angekommen sind in Martinique, Fort de France.

Für die Zeit dazwischen habt Ihr ja ein paar neue Bilder. Deshalb nachsehen unter Bilder, das Schiff und Kontakt (wegen des SAT-Phones).Und bei “Meine Pläne”, wegen der Belegung bzw. freien Zeiten in der Karibik.

Aber, das SAT-Phone gibt es noch immer nicht. Heute um 10 Uhr der Anruf, dass wegen des starken Regens die Kurierfleger nicht landen konnten. Wer es glaubt.....

Also noch ein Tag Verzögerung. Wir haben uns deshalb entschlossen, sobald wir loskommen, die ganze Strecke ohne Pause Tag und Nacht durchzusegeln, und nicht zwischendurch mal vor Anker zu gehen, damit wir noch pünktlich ankommen.

(Na, gemerkt oder drübergelesen?)  :-))

2.12.2013

Montag, und schon am Morgen die erste Enttäuschung. Man hätte kein zweites SAT-Phone auf der Insel. Und ein neues muss mit Kurier aus Madrid herangeschafft werden. Dienstag könne ich es gegen Mittag abholen, wenn alles klappt. Das gibt im Minimalfall viel Stress, im Maximalfall einen Tag Verzögerung bei der Abreise.

Den Tag bleiben wir unter Deck, denn es regnet ohne Pause bis 19 Uhr. Dafür kann ich noch an der Webseite arbeiten, und siehe da, es gibt einige Bilder zum Abschied.

Das wird dann auch für eine Weile alles sein, denn für einen Update auf dem Atlantik sind mit die Kosten zu hoch.

Dafür gebe ich gern mal eine Kurzmitteilung per SAT-Phone. Wie? Einfach mal kurz bei Kontakte nachlesen.

1.12.2013

Am Morgen nutzen wir den Mietwagen noch schnell, um auf den Teide zu fahren, Spaniens höchsten Berg, der bei und “vor der Haustüre” liegt. Dort ober ist es kalt und nebelig.

Trotzdem kann ich mit T-Shirt bei 22 Grad kaum glauben, dass heute erster Advent sein soll, und auch das “Dreamin’ of a White XMAS” aus den Lautsprechern im Einkaufszentrum gestern kam mir etwas sonderbar bis lächerlich vor.

Immerhin, der Herd funktioniert jetzt, die Aufhängung lässt nun genügend Winkel zu und die Gasleitung ist jetzt dicht. Wir haben heute, nach zwei Tagen mit kalter Küche, wieder zuhause essen können. Gut so, denn Georginas Küche ist hundert Mal besser als der Thai-Japano-Chinese von gestern abend.

Wenn wir das mit den SAT-Phone morgen noch auf die Reihe kriegen, legen wir am Dienstag ab. Gebunkert haben wir alles, bis auf Diesel und Wasser.

Wichtig für alle, die mit uns in Kontakt treten wollen: mal in die Seite Kontakt schauen, denn da versuche ich, Wissenswertes zu meinem SAT-Phone zusammenzufassen. Es ist offenbar möglich, kostenfrei SMS-ähnliche Messages hin- und herzusenden. Dafür werde ich keine e-mails anfassen. Die kosten je nach Umfang richtig. Und einen Anruf würde ich mir gut überlegen bzw. vorher mal die Gebühren checken. Da gibt es wohl eine Bandbreite von 1 € pro Minute bis um die 8 € für dieselbe Zeitspanne.

30.11.2013

Ein Tag am Herd rumgemacht, und er hängt nicht richtig und das Gas ist nicht dicht. Immerhin finden wir mit Hilfe eines SAT-Phone-Besitzers heraus, dass es das Gerät und nicht die SIM-Karte ist. Das lässt auf eine schnelle Lösung des Problems hoffen.

29.11.2013

Restliche Rahmen fertig, Mietwagen besorgen und nach Santa Cruz fahren. Der Herd ist ok, das Iridium-Phone ist auch da. Also wieder nach Hause. Der Herd passt nicht, größerer Umbau, und das Phone weigert ich, die SIM-Karte zu erkennen. Alles Sch...

Morgen ist noch ein Tag, und gottseidank haben wir den Mietwagen bis Sonntagmittag, wobei wir eigentlich eher gehofft hatten, in Ruhe bunkern zu können und noch was von der Insel zu sehen, als wegen des SAT-Phones rumzuschießen..

28.11.2013

Bein Einziehen der Leinen habe ich ein kleines Problem mit dem Einfädeln, löse eine Schraube und habe sie in der Hand. Viel später erst merke ich, dass die nicht festgerostet sondern festgeklebt ist. Ist auch ‘ne Lösung, aber zusätzlich mal ein paar Stunden suchen, finden, Problem lösen.

Ich lerne nach und nach, die Acryl-Stangen zu biegen, die ich in Athen gekauft habe, um Fliegengitter-ensterrahmen zu machen. Das Material lässt sich erstklassig verarbeiten. Vielleicht steige ich noch in die Produktion von individuellen Handyhaltern mit Namenszug oder sowas ein. Erfahrungen gebe ich gern weiter.

27.11.2013

Mon Amour, Gabis und Wolfgangs Yacht reist ab. Gabi fährt das Auto hinterher und bleibt deshalb einen Nacht zu Gast bei uns. Außerdem kommen Stefan und Ilja, die auch eigentlich am Wochenende in die Karibik starten wollen und wegen des Wetters so ratlos sind wie wir.

Ich mache die Yacht weiter fit, es ist noch einiges zu tun. Winschen fetten, Leinen einziehen usw.

26.11.2013

Gabi ist so freundlich, mich nach Santa Cruz zu fahren, wo ich viel Geld für einen Herd, (muss bestellt werden und kommt hoffentlich am Freitag) und ein SAT-Phone lasse. Am Freitag könnt ihr mich dann über SAT erreichen, überall und mitten auf dem Atlantik. Es ist offenbar auch möglich, SMS-ähnliche Messages zu senden, und das kostenlos in beide Richtungen. Ich mache mich noch schlau. Die Tel-Nr. gibt es, sobald ich sie habe, auf der Seite unter Kontakte.



25.11.2013

Einkaufen, Putzen, und dies und das. So vergeht der Tag und am Abend gibt es Gabis weltberühmte Rouladen.

24.11.2013

Sonntag, also keine zu sehr nach Arbeit aussehenden Aktivitäten, zumindestens nicht an Deck. Aber die Sitzbank wird zusammengeleimt, und Putzen ist auch nötig. Gabi, Wolfgang und Jörg kommen auf ein paar Gläschen rüber. Die Sitzbank ist gerade noch fertig geworden und hält auch (weil wir wegen des schönen, warmen Abends) lieber im Cockpit sitzen. 

23.11.2013

Wir erreichen die Marina so etwa um 5 Uhr und schauen mal vorsichtig rein, was wegen der Felsen in Teilen der Marina nicht ganz ungefährlich ist. Glücklicherweise kenne ich die Szene, denn hier habe ich ex-BABS, heute JULIA gekauft und übernommen.

Aber anders als vor einem halben Jahr ist die Marina voll mit Schiffen, und ich traue mich nicht, irgendwo ins Päckchen oder wie auch sonst festzumachen. Also: raus, warten bis die Sonne kommt, und dann wieder rein. Wir bekommen einen Liegeplatz - und mehr wollten wir nach Tagen auf See eigentlich auch nicht.

Der Steg schwankt, die langersehnte Dusche scheint sich zu drehen, übliche Erscheinungen.

Im Verlaufe des Tages sehen wir viele “alte” Bekannte wieder, Gabi und Wolfgang, Johannes und Estrella, Stefan und Ilja. Einfach schön. Und ein paar neue kommen dazu, die Brösels z.B., die sich aber gleich nach unserer Ankunft auf die Reise in die Karibik machen, mit großem Bahnhof, Hupkonzert usw. und Jürg aus der Schweiz.

22.11.2013

Ein genauerer Blick auf die Karte zeigt mir, dass zwischen Tenerifa und Gran Canaria ein Verkehrstrennungsgebiet existiert, dass uns in die Nähe von Tenerifa zwingt, und so sollten wir am späten Abend Internet- und Telefonkontakt haben.

Ankunft in San Miguel vermutlch in den frühen Morgenstunden des 24.11., immer noch im Rahmen.

22.11.2013

Guter Wind, Bordroutine, d.h. Faulenzen, schlafen (die Nacht nachholen) und Kochen/Essen.

Die Sitzbank fällt wieder auseinander. Da müssen wohl erst die Klebeflächen angeschliffen werden, und wir verschieben die Reparatur auf den Marinaaufenthalt in Teneriffa. So ist .....

Es ist noch nicht entschieden, ob wir am Abend des 23. spät, sehr spät in San Miguel einlaufen, oder am Morgen des 24.

21.11.2013

Das Wetter wird besser, die Welle weniger, der Wind konstant und in einer für uns guten Richtung. Nun können wir Strecke machen.

Die Sitzbank fällt auseinander und wird mit Holzleim repariert. So ist halt immer was zu tun.

20.11.2013

Ein durchwachsener Tag. es beginnt mit sehr wenig Wind, was bei der ständig unter uns durchlaufenden Atlantikwelle sehr lästig ist und das Schiff sehr stark bewegt. Man hat keine Lust, aus seiner Ecke rauszukommen und irgendetwas zuerledigen. Erst am Nachmittag, als wir schon eine ganze Weile motoren, kommt Wind, achterlich, fast in die ideale Richtung, und Teneriffa rückt wieder in erreichbare Entfernung

19.11.2013

Wind und Welle bereiten uns eine weitere, anstrengende Nacht, dazu ein chinesischer Frachter, der offenbar ohne Aufträge, nachdem er die Küste verlassen hat, genau vor uns aufstoppt, und zum Ausweichen zwingt und anschließend dreht und uns hinterherfährt, als ob er uns doch noch kriegen wollte. Sowas kostet wieder zwei bis drei der ohnehin spärlichen 20 min-Schlafpausen und macht mürbe. Am Morgen sieht die Welt etwas positiver aus, es wird wärmer, der Wind lässt nach, dafür regnet es häufig.

Und am späten Nachmittag wird es nochmal spannend. Ich bemerke, dass das Ruder schlägt bei jeder Korrektur d Autopiloten, und näher betrachtet, finde ich, dass die Einstellschraube für das Ruderlager einfach da liegt und das Ruder nach unten rausgerutscht ist. Irgendwie hält der Ruderschaft noch, vielleicht hält der Autopilot das Ruder noch fest. Nicht auszudenken, was wäre, wenn das Ruder einfach nach unten rausgerutscht wäre, bei mehr als 1000 m Tiefe und ausreichend Entfernung von den Kanaren oder Afrika. Nach mehreren Versuchen gelimgt es und, das Ruder mit einer Schraubzwinge zu fassen, über eine Hebevorrichtung mit Leine hochzuziehen und die Überwurfmutter wieder festzuziehen.

Glück gehabt! Auch wegen des möglichen Schadens.

18.11.2013

Die Nacht war lang, anstrengend für uns beide, deshalb erstmal von Anker ausschlafen und um die Mittagszeit geht’s weiter. Mit Segeln und streckenweise Maschine kommen wir gegen starken Westwind soweit frei von Afrika, dass uns die Küstenwache hoffentlich nicht zur Einreise auffordert. Aber an ein paar Stellen werden es unter 12 sm gewesen sein. Wir sind genau auf der Dampferroute und müssen dauernd aufpassen, trotzdem so hoch wie möglich am Wind bleiben, bei 20 - 30 kn Wind und übler Welle.

17.11.2013

Von Benalmadena, nach Tanken und Einkaufen, dauert es wegen schwachem Wind bis in die Nacht, bis wir den Felsen von Gibraltar erreichen, etwa zwei Stunden später als geplant. Denn in der Meerenge von Gibraltar herrschen ziemliche Strömungen, mal in die eine, mal in die andere Richtung, und deshalb ist Timing alles!

Weil aber plötzlich ein kräftiger achterlicher Wind bläst und für die kommenden Tage Gegenwind angesagt ist, packen wir’s. Die Entscheidung ist richtig, bis Tarifa geht es flott, dann haben wir keinen Rückenwind mehr, und 2 kn Gegenstrom. Mit viel Motoreinsatz retten wir uns hinter Tarifa in eine Bucht, morgens um 4 Uhr, in einem Zickzack zwischen Wracks, die überall herumliegen. Ohne Kartenplotter wäre das nicht möglich, und ich hoffe, dass auch alle Wracks verzeichnet sind oder entsprechend tief liegen. Der Anker fällt früh am 18.

16.11.2013

Am Mittag sind wir vor Benalmadena, wollten eigentlich eine Nacht dort bleiben, aber Wetter und Datum überzeugen uns, nach dem Einkauf weiterzufahren.

Je nachdem, ob wir nochmal Interverbindung bekommen, kann es sein, dass wir uns eine gane Woche lang nicht melden können, und erst in La Gomera wieder erreichbar sind. Denn, sobald wir Gibraltar pasisrt haben, geht es hinaus auf den Atlantik, soweit von der afrikanischen Küste weg, dass wir auch keine Buschtrommeln hören würden.

15.11.2013

Den ganzen Tag fahren wir an der Küste nach Süden, mit wenig Wind und zuviel Dieselverbrauch. Je näher wir der SO-Ecke Spaniens kommen, desto häufiger werden Begegnungen mit Tankern und Frachtern, und ein paar Verrückte, oder späte Freizeitsegler wie wir gibt es auch wieder.

Am Morgen passieren wir das Capo de Gata, ab jetzt könnten wr grob Westkurs auf Gibraltar nehmen. Anfangs enttäuscht dewr Wind noch, nimmt seinen regelmäßigen Mittgsschlaf, aber dann geht es immer zügiger.

Gerade nach den Abendessen packen uns ein paar Böen, mit Regen und allem drum und dran, und wir müssen in aller Eile reffen. Eine Abend- und Nachtruhe sieht anders aus.
Mal sehen.

!4.11.2013

In den frühen Morgenstunden kreuzen wir den 0-Meridian, fahren ab jetzt als westliche Längengrade. Im Morgengrauen kommt die spanische Küste in Sicht, und jetzt kommen auch wieder die Frachter.

Leider wenig Wind. und eben wieder Motor. hätten wir mehr Zeit, dann würden wir einfach hier rumtrödeln mit 2 kn, aber zum einen wollen wir Weihnachten unter Palmen sein, und zum anderen kommt in ein paar Tagen ein ziemlches Wetter hierher, und da wollen wir schon auf dem Atlantik und durch Gigraltar durch sein! Also ist etwas Eile geboten.

13.11.2013

Ein Tag ohne besondere Ereignisse. Wir schlafen und dösen viel, auch um die Wachzeiten der letzten Nacht nachzuholen. Wenig Wind wechselt mit Motorzeit.

Wir sehen kein einziges großes Schiff den ganzen Tag. Das reduziert die Aufwendungen für die Navigation natürlich sehr.

12.11.13

Der 13. fängt früh an, genau morgens um 3 Uhr. Der Wind dreht und drückt uns so weit in Richtung Mole, dass das Ruder größere Felsbrocken berührt, die unter Wasser an der Mole liegen. Also raus aus dem warmen Bett, Mooringleine nachspannen, dann noch eine Weile beobachten. Auf jeden Fall ist die Nachtruhe futsch.

Am nächsten Morgen starten wir ohne Einkauf, weil wir sonst das Schiff, das wir in der Nacht weit von der Mole weg verholt hatten, wieder mehr zur Mauer bringen müssten. Und das ist alles zuviel Arbeit, und eigentlich haben wir ja schon alles eingekauft, und außerdem wolen wir weg.

Die Reise startet eher gemütlich, achterlicher Wind, allerdings auch gelegentlich zu wenig Wind, und deshalb für meinen Geschmack zuviel Einsatz der Maschine. Aber wir haben das Wetter nicht gemacht.

11.11.13

Fauler Tag in Andratx. Zwei Termine: Wäsche abholen, die am Abend fertig werde soll, und Verlegen des Schiffes an die öffentliche Mole, an der es im Sommer keinen Platz gibt, an der wir aber jetzt ganz allein liegen. Spart 70 € für die Nacht, denn ich nehme nicht an, dass jemand von der Gemeinde noch kommt und kassiert. Und wenn auch, immer noch billiger als in der Marina. Und Duschen geht trotzdem, wir sind ja bekannt dort.

Der restliche Tag geht drauf mit WIFI-Cafe und Einkaufen.

Eigentlich sollten wir noch einen weiteren Tag bleiben, denn bei 22 Grad, Sonne etc. ist es schön hier! Aber die Wetteraussichten sind auch verlockend, 3 Bft. achterlicher bis raumer Wind rüber ans spanische Festland, das würde uns schon gefallen. So planen wir, morgen - nach einem Einkauf - zu starten.

Wir werden dann wieder ein paar Tage (2-3) nicht zu erreichen sein.

10.11.13

Abreisetag für die beiden. Wir fahren nochmal in die Marina und setzen Stefan und Nicole ab. Gute Rückreise!

Nun geht es Richtung Ibiza-Formentera. Aber nach wenigen Stunden geben wir auf. Der Wind dreht auf die Nase, und frischt auf. So nehmen wir und Andratx als Ziel. Den Hafen kenne ich aus dem Frühjahr. Er ist etwas billiger als alles in der Bucht von Palma, und es gibt einen guten Laden für Lebensmittel in “Tragweite”. Die 10 sm vom Ende der Bucht von Palma bis Andratx kosten uns allerdings 4 Stunden unter Motor, eben wegen des Windes von 30 bis 40 kn und offenbar einer zusätzlichen Strömung. Und die Einfahrt ist nicht ganz ohne, bei Nacht und noch Böen im Hafenbereich. Aber schließlich sind wir sicher fest und auch ziemlich platt.

9.11.13

Morgen fliegen Stefan und Nicole wieder nach Hause. Also bringren wir sie in die Nähe des Flughafens, zu einer Marina in Arrenal, dierekt beim Airport. Als man uns auf unsere vorsichtige Frage, waqs denn eie Übernachtung koste, so rund 90 € nennt, lehnen wir dankend ab und übernachten vor Anker vor dem Marina, so, dass die beiden nochmal in den Ort können. Georgina und ich bleiben auf dem Schiff. Stefan ärgert noch den Marinafuzzy, wie er erzählt, als die beiden in der Nacht in das Dinghi steigen, eine Hafenrunde drehen und der “Phillipino” nicht weiß, ob es sich dabei um einen Entwendungsversuch eines Dinghis oder nur eine Veräppelung handelt. Der hat sicher die ganze Nacht kein Auge zugetan und seine Dinghis gezählt. 

8.11.13

Die schönen kleinen Buchten sind in Mallorca eigentlich auf 30 sm konzentriert in der SO-Ecke. Dann kommen die großen, und im NW gibt es wohl kaum Ankerplätze. Mir geht auch immer wieder durch den Kopf, wie es wohl in diesen Buchten im Sommer aussehen mag. Ich glaube, man hat da weniger als eine Chance für einen Besuch, geschweige denn, eine Übernachtung in einer dieser paar wunderschönen Buchten.

Wir seglen nur ein paar sm und bleiben in Porto Pedro hängen, denn der Tag ist wirklich nicht schön. Kalt, etwas stärkerer Wind, aber irgendwie haben wir alle keine Lust und gehen früh in die Marina. Keine Geschäfte sind offen, der Ort ist in den Winterschlaf verfallen. Mal sehen, ob wir morgen noch etwas Proviant bunkern können. Auf jeden Fall kein Kiosk, keine Tankstelle o.ä., um meinen Prepaid-Stick wieder aufzufüllen.

7.11.13

Ermutigt durch die Wahl der Bucht gestern sucht Stefan eine zweite, ähnliche, aus der Karte, und die ist mindestens eben so schön. Etwa 25 sm Segeln, bei schönem Wind und abends in diese weitere Traumbucht. Ihr Name: S’an Dau. Wieder mit Anker und zwei Landleinen. Und Meeresrauschen, und Windstille, während draußen schon einiges los zu sein scheint.

6.11.13

Nicole ist schon mal hier zum Segeln gewesen und hat sich auf einer Karte ein paar nette Stellen markiert. Davon profitieren wir jetzt. Die erste ist Cala Petita, eine Bilderbuchbucht, so eng, dass maximal 2-3 Schiffe reinpassen würden, aber im Päckchen, und man liegt ca. 5-10 m weg von den Felsen, an die die Wellen klatschen. Georgina und ich gehen zum Einkaufen, verlaufen uns auf dem Rückweg, als wir nicht den richtigen Weg ins Naturschutzgebiet finden, und erst Stefan, der uns über UKW mit seinem Navigationshandy in die richtige Straße schickt, verhindert, dass wir noch ein weiteres Mal um den Ort laufen.

In Naturschutzgebiet, dass die Bucht umschließt und aus Büschen und Felsen besteht, hilft uns das Nebelhorn und das Ankerlicht, denn inzwischen ist es, abends um 19 Uhr, stockdunkle Nacht hier draußen. Auf jeden Fall kommen wir heil an, mit gefühlt 50 kg-Taschen an jedem Arm. Hauptsache, ein paar Dosen Bier sind da mit drin, sonst ließe sich das schwere Leben nicht ertragen.

5.11.13

Das Wetter überzeugt und, dass es besser ist, einen Hafentag einzulegen, auf die Batterien zu warten und Arbeiten am Schiff vorzunehmen, als rauszusegeln. Kompassflüssigkein vollends ganz entnehmen, damit nicht noch mehr vom Schiff versaut wird, Edelstahl polieren, LED-Beleuchtung in die Kompasse einbauen, usw. Der Tag ist so schnell rum. Und am Abend kommen die Batterien. Damit ist hoffentlich die letzte Spur des Reglerschadens endgültig beseitigt.

4.11.13

Das Ziel Polenza geben wir am nächsten Tag in Cala Ratjada auf, weil um die Ecke ein solcher Wind herrscht, dass wir nur das Metrial stressen oder gefährden würden.

Stefan ist anderes gewöhnt, und Nicole und Georgina sind auch hart im Nehmen. Eine tolle Crew, aber mit dem Kopf durch die Wand wollen wie alle nicht. Also, ab um die Ecke in die Marina von Cala Ratjada. Das Anlegen an der Tanke (Diesel, ist sonst bald keines mehr da) geht glatt und ist trotz Böen vergleichsweise einfach, aber das Verlegen an die Mooring daneben bei stark böigen Winden im Hafen ist schon nicht mehr so leicht. dazu fehlen noch Mooringleinen, wo eigentlich welche sein sollten, aber schließlich liegen wir fest. Es gibt Duschen, wir machen einen Spaziergang im ziemlich verlassenen Ort und ich bestelle die Batterien, damit sie auch am nächsten Tag hoffentlich kommen. 

3.11.13

Mitten in der Nacht haben wir in dem engen Hafen, der jetzt voll ist mit überwinternden Yachten, eine leere Boje gefunden, und prompt kommt jemand am nächsten Morgen, um zu kassieren. Hätten wir uns ja denken können. Dafür können wir duschen und Wasser tanken, was nötig war (das Wasser). Dann geht es weiter an der Küste entlang nach Norden.

In der Bucht von Cala Millor, ganz am nördlichen Ende, vor einem kleinen Hafen, in den wir sicherlich nicht hineingepasst hätten, finden wir eine komfortable, weil mit zwei Festmachern ausgerüstete Boje und sind froh darüber, weil der Wind kräftig aufgefrischt hat und es nicht mehr viel Spaß macht, noch weiter zu seglen. Unser Ziel ist allerdings eigentlich, sobald möglich nach Polenza zu kommen, weil mit dort ein Yacht Supplier einen guten Deal für Batterien gemacht hat.

2.11.13

Dann, in den frühen Morgenstunden dreht der Wind, eigentlich zu unseren Gunsten, frischt aber auf. Unser Kurs bietet die Passage zwischen der vorgelagerten Inselgruppe und Mallorca an. Ich beobachte zwei Profis, ein Fährschiff und eine größere Yacht, die lt. AIS ebenfalls in die Bucht von Palma wollen, aber außen herum fahren, und als ich an den Kanal zwischen Cabrera und Punta Salinas komme, weiß ich warum. Wind 30 kn +, unangenehme Welle und sicherlich auch kräftiger Strom.

Ich beschließe ebenfalls, außen herum zu fahren, aber als wir die Stunde rückwärts gesegelt sind, um die Cabrera-Inselgruppe westlich zu passieren, stehen dort auch 30 kn, in Böen noch mehr, an, und wir segeln in den frühen Morgenstunden Halbwind zur Ostküste von Mallroca, in die Bucht Porto Pedro.

Erstmal ausschlafen, auf Stefan und Nicole warten. Die kommen auch, mit Bus, nach Porto Colom, wo wir uns dann nach Einbruch der Dunkelheit treffen und sie an Bord nehmen können.

1.11.13

Die Strecke zum Ziel wird langsam weniger, das Diesel im Tank auch. Um Mitternacht sind es noch 60 sm bis zum vereinbarten Treffpunkt mit Stefan und Nicole. Wir werden es pünktlich schaffen - daran habe ich lage nicht geglaubt.

2.5.2014 13:30 Uhr

Das Leck in der Süsswasserversorgung ist gefunden! Yeah!

Was mich diese verdammte Undichtigkeit in den letzten 3 Monaten an Nerven gekostet hat. Das können noch nicht mal die Mitreisenden ermessen, denn ich habe meist bei deren Landgang Wasser aus der Bilge geholt, um sie nicht zu beunruhigen (auch wenn es nur Süßwasser ist). Ein Eigner mag das ganz besonders deshalb nicht, weil dann die Bodenbretter feucht werden, die Schrauben für den Kiel rosten und alles ein wenig muffig riecht.

Repariert ist das ganze in 2 Minuten, eine Steckverbindung aufmachen und wieder draufstecken. So einfach!

Warum habe ich Depp so lange erfolglos danach gesucht? Das Wasser ist immer in die Bilge eingelaufen bei der Küchenzeile, auf Backbord also. Und da habe ich jeden Zentimeter abgesucht, war knapp davor, die ersten Schläuche herauszuziehen. Um diese aber wieder einbauen zu können, musste ich erstmal das Prinzip der Anschlussstücke verstehen, und dafür habe ich sie an einer leicht zugänglichen, unkritischen und notfalls stillzulegenden Stelle, nämlich in der Dusche, untersucht, und gemerkt, dass sie wiederverwendbar, also zu öffnen und zu schließen und außerdem in gutem Zustand sind, aber eine kleine konstruktive Schwäche gegen mechanische Belastung haben. Sie neu zu stecken ist kein großer Aufwand, und so entschloss ich mich, alle verdächtigen Verbindungen zu kontrollieren und neu ineinander zu schieben.

An das Leck kam ich bei diesem Rundschlag etwa 4,5 m entfernt von dem Ort, an dem das Wasser in der Bilge sichtbar wird! Wie es soweit, an dem Fussboden der Achterkabine backbords und zwei Segmenten in der Bilge das Salons vorbeilaufen kann, wissen nur die Konstrukteure des Schiffes. Es wird also vermutlich noch eine Weile Wasser aus der Bilge zu schöpfen sein, aber ich bin es gewohnt. Und irgendwann ist Schluß.

Meine Hoffnung, irgendwann wieder ein trockenes Schiff zu haben, steigt gewaltig. Nach der Impellerpumpe, die mir so bis zu 10 Liter und mehr pro Stunde an Seewasser ins Schiff gepumpt hat und nun ausgewechselt ist, ist das zweite Leck auch gefunden und es bleibt nur noch die Auswechselung der Kühlwasserpumpe für den Innenkreislauf. Und die kaufe ich in den nächsten Tagen und werde sie beim Wechseln des Zahnriemens tauschen lassen. Vorher komme ich nicht dran, denn sie ist so blöde verbaut und den Zahnriemen wechsle ich nicht allein. Zumindestens nicht beim ersten Mal.

Danach kann ich dann wieder beruhigt Bierdosen und andere Grundnahrungsmittel in die Bilge legen. Und brauche nicht mehr zu schöpfen, und es schwappt nicht mehr unter dem Boden in der Nacht, und und und! Jetzt wird erstmal gefeiert, allein, trotzdem, und dann geht es weiter. Die Liste ist lang, aber um ein nerviges Detail kürzer!!! Alles in allem hat es mich mehr als 3 Monate Nerven gekostet, viele Stunden schöpferische Täigkeiten, einiges an Süsswasser, was zwar nicht viel, aber immerhin schon etwas kostet, und ca. 60 - 70 % meiner Zeit und alle meine Gedult hier in der letzten Woche.

Positiver Nebeneffekt: ich glaube, ich habe den Knackpunkt entdeckt, warum der Kühlschrank so mies kühlt, neben der schlechten Isolation, die aber verbessert werden kann und wird. Der Zulauf zur Kühlung im Kühlschrank ist nicht isoliert und vereist regelmäßig. Da geht die Kälte hin und kommt erst garnicht in die isolierte Zone.

Es lohnt sich also, mal in die hintersten Ecken des Schiffes zu kriechen. Und ich habe noch einen weiteren, mir bisher nicht bekannten Anschluss für den Wassermacher entdeckt, den ich bald einbauen lassen möchte.

Mein Plan für die kommenden Wochen:

Zuerst will ich mal ein paar Tage in Fort de France bleiben. Es gibt hier ideale Einkaufsmöglichkeiten, WIFI kostenlos, und wenn ich will, bin ich nach 3 min mit dem Dinghi mitten unter Leuten.

Nervig sind nur die Fähren, die mit hoher Geschwindigkeit nahe an uns Ankerliegern vorbeifahren, als ob sie uns ärgern wollten, und ich bin sicher, dass dies wirklich der Fall ist. Teilweise gibt es kräftige Schläge unters Yachtheck, manchmal holt es einem auch den Becher vom Tisch. Gottseidank gibt es nachts keine Fähren, so kann man im Windschatten des Forts sehr gut schlafen.

So um den 1. Mai oder einige Tage später werde ich dann nach Marin umziehen, mein Segel holen, Ersatzteile für meinen Motor besorgen, Lacke, Poliermittel und was der Yachti sonst so braucht, wenn ihn die Arbeitswut befällt.

Vielleicht breche ich dann auch in Martinique ab, um Stefan und Ilja nochmal in Bequia zu treffen. Weiß ich aber noch nicht.

Entscheidend für die weiteren Pläne wird ein Hard Stand (Landliegeplatz) für mein Schiff sein, während ich so Mitte Juni oder Ende Juni für 3-4 Wochen einen Deutschlandbesuch mache. Auch das will ich von hier aus klären, und brauche dafür, so wie auch für die Flugtickets, ausführlich Internet, wobei wir wieder bei den Gründen für Fort de France wären.

Auf jeden Fall gibt es ab jetzt nich jeden Tag einen neuen Eintrag, ich arbeite lieber am Schiff. Dafür will ich mich aber in den kommenden Tagen bemühen, neue Karibik-Bilder hochzuladen. Dafür habe ich jetzt genug Zeit.

Ich bin jetzt übrigens bei Facebook, und so könnt Ihr, neben der bekannten e-mail-Adresse, auch darüber Kontakt mit mir aufnehmen.

28.4..2014

Abreisetag. Vorher noch Einklarieren, ein wenig shoppen, ein paar Gebäude ansehen, die gestern schon zu waren, vor allem die Bibliothek. Und eben Koffer packen, am Nachmittag ab zum Flieger. Gute Reise für Euch drei!

Für mich beginnt jetzt eine arbeitsreiche, einsame und hoffentlich ruhige Zeit.

Die Liste der Arbeiten ist lang, es wird mir sicher nicht langweilig werden.

27.4.2014

Wir segeln nach Ein-/Ausklarieren zügig nach Martinique, halten mit den Cats mit, einem zeigen wir sogar die schlechten An-Wind-Eigenschaften gegenüber Monohulls, und erreichen Fort der France so, dass wir eigentlich noch lässig Zeit haben sollten, die Einklarierung zu erledigen, und anschließend einen Einkaufsbummel machen zu können.

Daraus wird aber nichts, denn der verdammte Anker macht einen Strich durch die Rechnung. Der Bruce-Anker, den ich wieder benutze, nachdem ich genau hier meinen Bügelanker verloren habe, greift einfach nicht, schleift über den Grund. Überall dort, wo es anderen Grund als reinen Sand hat, habe ich Schwierigkeiten. M. E. gräbt er sich schwer ein.

Ich habe, muss ich sagen, in letzter Zeit keine Schwierigkeiten mit ihm gehabt, aber hier in der Karibik ist der normale Grund Sand, strahlend weißer Sand, und wenn er sitz, dann lässt es sich auch nicht mehr bewegen, besonders, wenn es keine Windrichtungsänderung gibt. Und die gibt es hier sowieso nicht, Tag und Nacht ONO.

Aber hier geht es wieder los. 5 Manöver, an verschiedenen Stellen, bis er endlich sitzt, und schon ist die halbe Stunde, die wir gern schon vor Bord wären, um und es geht noch ein Rundgang durch die Stadt, ehe auch hier, so um 17:30 Uhr, die Bürgersteige hochgeklappt werden.

Das ist übrigens allgemein in der Karibik so, abends zwischen 17 Uhr und spätestens 18 Uhr schließt alles. Um 18.15 geht die Sonne unter, eine dreiviertel Stunde später ist es stockdunkel.

26.4.2014

Heute geht es nach Marigot Bay, wo Alexandra vor 20 Jahren auf einem Segeltörn geankert hat. Früher war alles anders. Heute geht Ankern nicht mehr, die Bucht ist voll mit Bojen. Die Marina war noch nicht da, vielleicht 3 Häuser gabs, es muss himmlisch gewesen sein. Denn eigentlich ist es eine schöne Naturbucht (gewesen), zerstört durch die Menschen, die ein sicheres Händchen haben, Schönes durch grenzenlose Ausbeutung zu zerstören.

Für das Einklarieren/Ausklarieren kommen wir genau 10 min zu spät, macht aber nichts, denn morgen ist auch noch ein Tag, und so lange ist der Schlag zurück nach Fort de France auf Martinique nicht, diesmal nur 35 sm.

25.4.2014

Jetzt kommen die langen Schläge nach Martinique zurück, denn der Flieger für Alexandra, Hans-Peter und Konstantin wartet nicht. Und zur Sicherheit wollen wir am Vorabend des Abreisetages in Fort de France sein. Also, rund 45 sm nach Wallilabou, deshalb früh aufstehen.

Wenn man den Tag früh beginnt, dann klappt es auch mit so großen Strecken, und wir erreichen Wallilabou so ca. 15Uhr. Der Boy, der uns beim Anlegen die Landfeste macht, übrigens, wie wir inzwischen durch Vergleich mit dem Film herausgefunden haben, an dem Gerüst, von dem sie wegen eines zu engen Mieders runtergefallen ist, hat für Hans-Peter noch eine überraschung. Im Lokal läuft das Bayern-Hinspiel für die Chamionsleague. HP hätte es lieber nicht auschauen sollen. Aber er trägt es mit Fassung, die große Revanche kommt sicher in München.

Eine Besichtigung der Filmutensilien folgt noch am Abend, denn morgen kommt ein neuer, langer Schlag.

Wie jede Crew bisher empfindet diese auch, dass man mehr draus machen könnte, aus der Bucht an sich, aus dem Drehort, aus dem Lokal. Und der Druck der schwimmenden Händler, was auch immer sie wollen, wird als störend empfunden. Es ist schlimmer hier als irgendwo sonst, wo wir waren, hat aber wegen der auslaufenden Saison schon sehr nachgelassen.

23.4.2014

Die Nacht ist sehr windstill. Ob das an unserem Ankerplatz liegt, vor Princess Margret Beach, oder am Wetter, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es schwül, ungewöhnlich warm und eben wenig Wind. Eine Erholung nach 20 - 30 kn Wind im Hafen von Union.

Ausklarieren, Einkaufen, auch den Köder (bzw. zwei Köder, weil ich noch einen von meinen Gästen geschenkt bekomme). Und dann ab ichtung Wallilabou, -4 h, kein Problem.

22.04.2014

Das war der südlichste Punkt auf dieser Reise von Alexandra, Hans-Peter und Konstantin, ab jetzt müssen wir in Riesenschritten wieder nach Norden ziehen.

Am Nachmittag verliere ich einen weiteren Köder durch einen defekten Wirbel. Ist nicht ganz so schlimm, denn ich habe im mit Pütt und Pann mit dem Schiff gekauft, und er was eigentlich nicht für dies Seegebiet geeignet. Aber ehe ich aus Bequia ablege, muss ich noch diesen japanischen Wunderköder besorgen, mit dem ich schon mehrmals Glück hatte.

Nächster Haltepunkt wird wieder Bequia sein, eine Nacht vor Anker, am Nachmittag Schwimmen an Margrets Beach.

21.4.2014

Weil unser Programm für heute nicht so groß und lang ist, geht es nochmals zu den Turtles. Neben uns ankert eine Riesen-Luxus-Yacht, die zwar im Augenblick nicht zu verchartern ist, aber wir finden schnell haraus, dass vergleichbare chiffe nur so um die 250000 US-Dollar pro Woche Charter kosten, ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass man dort mit 10 weiteren Freunden Urlaub machen kann und der Service, Essen, Trinken usw. mit enthalten sind.

Anker auf, ab nach Mopion, zu einer Insel, die bekannter ist als man meint, denn sie ist wohl auf vielen Postkarten abgebildet, weil sie aus fantastisch weißem Sand besteht, nur 100 mal 50 m groß ist und an der höchsten Stelle einen Sonnenschirm besitzt. Dieser Schirm wird seit mindestens 20 Jahren gepflegt, erneuert oder was weiß ich, denn Alaxandra, die schon einmal vor 20 Jahren hier gesegelt ist, kannte ihn.

Ab Nachmittag laufen wir in Union ein, wo Ilja und Stefan seit einiger Zeit ankern. Die beiden kennen inzwischen den halben Ort, werden grüßt und grüßen, kennen die besten Plätze zum Essen und haben noch einen weiteren Tip. Heute abend kommt als krönender Abschluss des Osterfestes ein Lautsprecherwagen im Schitttempo von Ashton über den Berg, und die Leute tanzen davor und dahinter. In Union, wo wir warten, geht es dann auf der Straße los.Laut, aber schön.

20.4.2014

Ein zweiter Tag in den Cays, faulenzen, Schwimmen mit den Schildkröten. (Another day in paradise).

19.4.2014

Keine Gnade für die Crew, ein neuerlicher längerer Schlag steht an, ab in die Tobago Cays. Den das Programm ist noch lang, und die Pflicht-Übungen sind noch lange nicht abgearbeitet. Wir verlassen Soufriere sehr früh, mit einigem Ausfädeln an der Boje (hatten wir schon mal, damals ist Stella ins Wasser gesprungen). Heute hilft uns Gregory, den wir fast nicht erkennen, weil er seine Haarpracht noch nicht in die gewohnte Form gebracht hat.

In den Tobago Cays kommen wir am Mittag an, Zeit genug, um das Lobsteressen für den Abend zu organisieren und die Leguane auf der Insel und die Schildkröten unter Wasser zu besuchen.

Fortsetzung am nächsten Morgen.

Am Abend sitzen wir dann beim Lobster on the Beach, nach dem Essen wird es feuchtfröhlich mit einer deutschen Crew aus Remagen, die ihren ersten größeren Törn macht. Er hat SBF See und die Praxis zum SKS, der Rest der Familie ist in einer steilen Lernkurve. Bisher ist alles gut gegangen, und so mutig, wie sie sind, werden sie es auch weiter meistern! Gute Reise.

18.04.2014

Ein Tag zum Faulenzen, Einkaufen, Wasser fassen usw. Wem es hier langweilig ist, der ist selbst schuld.

Für Konstantin entdecken die beiden Eltern den princess Margret Beach, der sicherllich immer schon einladend war, aber auch während der Saison sehr bevölkert schien. Es scheint ganz ideal zu sein, zum Bau von Sandburgen, problemlosem Baden usw.

17.4.2014

Ein kräftiger, langer Schlag nach Bequia, immerhin so 60 sm, steht an, und so geht es im Morgengrauen los. Nichts besonderes auf der Strecke, außer dass wir schon wieder einen Köder verlieren, weil diesmal der Wirbel zu schwach ist.

Bequia, das wir sofort besuchen nach dem Ankern, wirkt auf die drei ebenso freundlich nett wie auf alle früheren Gäste, und ich glaube, hier komme ich auch nochmal her.

16.4.2014

Ein schöner und ereignisreicher Tag für die drei, leider verknackst sich Alexandra den Fuß und so fallen für den Rest der Reise größere Touren, die eigentlich geplant waren, wohl aus. Hauptsache, wir kommen um Arzt- oder Krankenhausbesuch herum, aber ich glaube, Alexandra weiß, wie sie damit umgehen muss.

Ich habe am Abend noch einen Wortwechsel mit einer allmächtigen, aber nichts wissenden Immigrations - Beamtin, die wohl Notdienst ist und wirklich eine Ahnung hat. Ein Telefonat mit einem, der es besser weiß, gibt uns dann freien Weg und wir können morgen das Land verlassen.

15.4.2014

Einklarieren am Morgen, es muss ja als seine Richtigkeit haben. Ich will nicht daran denken, was sie mit einem machen würden, wenn da was nicht in Ordnung ist, wie z.B. ein abgelaufenern Reisepass oder eine Einreise/Ausreise ohne Zollformalitäten. (-: 

Danach noch ein Rundgang durch Rodney Bay, das sehr untypisch für die Karibik ist, aber für meine neuen Gäste eben auch exotisch. Keine Angst, es kommt noch besser, und zwar bald.

Soufriere ist nicht weit, wir bestellen bei Gregory eine Boje direkt am Ort, und planen und verhandeln mit ihm das Besuchsprogramm für das Landesinnere für den nächsten Tag. Ich bin nicht dabei, kann mich also entspannt zurücklehnen, und die drei wollen in den Urwald, zu einem weiter entfernten Wasserfall und in den botanischen Garten, den ich schon kenne.

14.04.2014

Wir können schon am Vormittag des Segel vom Segelmacher holen. So haben wir wenigstens eines, das andere kann er in aller Ruhe begutachten und reparieren.

Und wir können, nach Bungern und Ausklarieren, noch heute Richtung St. Lucia segeln. Abends, nach Einbruch der Dunkelheit, kommen wir bei Vollmond in Rodney Bay an.

Am Nachmittag gibt es noch für 20 min Aufregung, weil etwas an der Angel hängt. Es ist aber nur ein wenig Seegras, also kein Fisch zum Abendessen.

13.4 2014

Ein ruhiger Tag, wir fahren zum Tanken, natürlich auch Wasser, und können in der Marina duschen, da fühlt man sich schon ganz anders. Ich bekomme noch meine Wäschen gewaschen, auch das ist ein guter Schritt! Ansonsten noch etwas Schiff klar machen für mich, und erstmal ankommen, Jetlag verarbeiten usw. für die anderen drei. Nicht zu vergessen, das Toggle am Bugstag, das mir Bernd in einer Blitzaktion mitgebracht hat, wird eingebaut.

Einerseits habe ich natürlich Frust wegen all dieser Probleme, aber sie schärfen auch meinen Blick und wenn ich bedenke, dass ich diese Problemstelle schon vor einem Jahr als solche moniert habe, ein alter Hase meine Bedenken aber als überkritisch abgetan hatte, dann gibt der Schaden mir auch eine späte Bestätigung. Ich werde nicht mehr soviel auf andere hören, sondern meinem Auge und meinem Verständnis mehr trauen!

12.4.2014

Am Morgen in der Früh geht es zum Segelmacher, und der verspricht mir das Segel mit dem kleineren Riss für Montag nachmittag. Dann können wir wenigstens ablegen, denn wir wollen nach Süden, und Alexandra will auf die Pitons!

Crewwechsel, Burkhard, der meiner Schätzung nach mit Mandi zusammen die meisten Törns überhaupt mit mir gemacht hat, Geza und Bernd gehen von Bord. Und Alexandra, Hans-Peter und Konstantin kommen rund 90 min später an.

Das Wasser ist alle, von der Schöpferei st noch die Feuchtigkeit im Schiff, die Pumpe auszuwechseln habe ich noch nicht geschafft, aber überall liegt Werkzeug rum. Das Schiff ist in keinem guten Zustand, aber die drei nehmen es mit Rücksicht auf mich mit Gelassenehit, oder zumindestens tun sie do. Dankeschön, es kann alles nur besser werden.

11.4.2014

Am Morgen entfaltet sich die ganze (ehemalige) Schönheit der Bucht. Vermutlich hätte sie heute noch vieles von ihrer Schönheit, wenn sich nicht die Marina dort breit gemacht hätte. Aber das ist nun halt so.wir beeilen uns, nach Marin zu kommen, damit die Crew am Nachmittag noch ein wenig einkaufen und sich auf die bevorstehende Abreise vorbereiten kann. Und ich will die Impellerpumpe endlich abholen, denn inzwischen wirft die alte so etwa 30 l Seewasser pru Stunde über den Motor.

Doch dann kommt das kleine Drama. Die Genua reißt, und diesmal so richtig. Es beginnt mit der Stellle, die mir der Segelmacher vorhergesagt hat, und machtr daraus einen Schnitt von vielleicht 4 m Länge. Ob sie noch zu retten ist?

Die letzten Seemeilen machen wir unter Motor, geht ja nicht anders, denn das andere Segel hat auch einen Riss. Dann - nach Ankunft - nichts wie weg ins Dinghi und die Pumpe gekauft. Das klappt, ich habe jetzt Hoffnung auf eine salzwasserfreie Bilge. Für den Segelmacher ist es zu spät, das zerfetzte Segel muss ja erst mal runter. Morgen ist auch noch ein Tag, wenn auch Samstag.

10.4.2014

Erneuter kräftiger Schlag bis Marigot Bay, die wir aber erst in stockdunkler Nacht erreichen. Gottseidank ist kaum Betrieb hier, und die Einfahrt ist einfacher als ich befürchtet habe. Die Sason geht jetzt zuende. Viele Bojen sind leer, das Restaurant kaum besetzt.



9.4.2014

Jetzt kommen die großen Schläge, von Canouan nach Wallilabou ist der erste. Wir starten früh, damit wir in Wallilabou noch ausklarieren können. Klappt auch, und für eine kleine Runde in das spärliche Museum mit Erinnerunsdokumenten von der Drehzeit für Pirates of the Carribean ist auch noch Zeit.

8.4.2014

Unser nächstes Ziel ist Canouan, weiter nördlich, ein schöner Segeltag, mit Fisch an der Angel, so groß, dass der Haken am Köder verbiegt und es bein Herausziehen wieder ins Wasser fällt.

Canouan ist arm, und etwas trostlos, sicherlich auch bedingt durch die Tatsache, dass die halbe Insel abgesperrt ist, ein privates Resort, und der Rest der Insel außer dem Flughafen nichts hat. Noch nicht einmal Arbeitsplätze im Resort, wie man uns erzählt. Der Ankerplatz hat zwar kaum Welle, aber mit viel Wind, und wir nutzen eine kleine Windpause, um die Genua zu flicken.

7.4 2014

Wir machen uns ganz langsam auf die Reise zur weit entfernten Insel Mayreau, ganze 6 sm, um uns dort an eine Boje zu legen mit der herrlchen Aussicht auf eine Palmenkette und dahinter wieder einem weiteren Strand. Die Bucht heißt Salt Whistle Bay, richtig was für den Fotoapparat und für das Karibik-Klischee. Die Crew genießt den Strand, und die Bar und was weiß ich sonst noch. Ein fauler Tag. Und abends gehen sie nochmal los zum Essen.

6.4.2014

Die Crew macht einen Ausflug nach Clifton und von dort aus zur Nordküste der Insel. Ich bekomme in der Früh wichtige Daten für meinen PC von einem netten Blauwassersegler, und suche am Nachmittag wieder nach dem Leck in der Wasserversorgung.

Ich freue mich schon auf den Augenblick, an dem ich es finde und abdichten kann. Alle paar Tage auf den Knien ca. 30 l Süßwasser herauszuholen, macht wirklich keinen Spaß. Ich habe langsam einen Verdacht, hoffentlich komme ich der Sache näher.

Am Abend gibt es auf der Sabir zur Belohnung Gelbflossenthunfisch vom Grill. Fantastisch! Und leider mal wieder einen kleinen Abschied von Stefan und Ilja. Aber vielleicht geht in einer Woche nochmal was z’amm.

5.4.2014

Abschied von den Cays, rüber nach Union Island, die im Charakter ähnlich ist wie Bequia, also auch pulsierendes karibischen Leben zeigt.

Am Abend geht es erstmal in die Happy Bar, eine auf dem Riff durch Aufschüttung erst entstandenen kleinen Bar für Segler und Kiter, und dann in den Ort. In Clifton spielt eine Band auf der Straße, alles ist auf den Beinen und die ganze Crew fühlt sich wohl. Die Pizza ist vorzüglich, da kann sich mancher in Europa was davon abschneiden. Ist aber, zumindestens bei den Pizzen mit Fischbelag leichter, denn den Fisch gibt es hier so gut und frisch wie sonstwo selten.

4.4.2014

Ein Tag abhängen an einem der schönsten Strände dieser Welt, wie ein Reiseführer meint. Schnorcheln, auf ein paar Inseln hochklettern, um einmal einen Überblick zu haben und schöne Fotos mit einem schönen Segelschiff machen zu können.

Und am Abend eben Lobster satt. Mehr braucht der Mensch nicht.

3.4.2014

Das Zusammentreffen klappt. Sie kommen etwas später an, weil sie zwar den kürzeren Weg, aber wohl auch eine kürzere Nacht gehabt haben. Kann passieren.

Jetzt geht es Turtles tauchen, am Riff schnorcheln und die Leguane im Unterholz suchen. Die Lobsterparty machen wir einen Tag später, dann ist die Vorfreude noch etwas länger.

Generell muss man sagen, dass die Saison sich wohl zum Ende neigt. Es liegen noch halb soviele Schiffe an den Bojen oder vor Anker, und auch die Lobster-Tische sind nicht mehr alle besetzt.

2.4.2014

Zur Belohnung genießen wir Bequia, Port Elizabeth, einen Tag lang, mit Ausflug zur Friendship Bay und Besichtigung der Ortschaft mit karibischem Leben und freundlichen Menschen. Ich gehe zu meinem Mechaniker, der mir ein paar abgebrochene Schrauben aus dem Gewinde pult, und habe bald hoffentlich wieder ein paar Baustellen weniger.

Per email verabreden wir uns für den nächsten Abend in de Tobago Cays mit Stefan und Ilja.

1.4.2014

Pässe holen, ausklarieren, ab aufs Schiff und los nach Süden. Wir machen jetzt gleich einen ganz großen Schlag, in einem Rutsch nach Bequia, die für karibische Verhältnisse große Strecke von ca. 65 Meilen. Wir kommen um 2 Uhr in der Nacht an, und sind alle froh, in die Kojen zu kommen, auch wenn die Nachtfahrt mit meist wenig Welle und schönem Himmel richtig Spaß gemacht hat.

Im Mittelmeer im Sommer muss man schon richtig Glück haben, eine solche Nacht zum Segeln zu erwischen, hier ist das eigentlich immer so.

31.3.2014

Drive In Vulcano, wie sie den Vulkankessel nennen, in dem auch Soufriere liegt, mit Sicht auf die heißen Quellen, Schlammbad, Wasserfall, nochmal baden in warmem Wasser ohne Schlamm, und dann noch der Botanische Garten. Ich glaube, am meisten hat allen das Schlammbad gefallen, besonders auch deshalb, weil eine knackige junge Einheimische uns den Rücken mit Schlamm eingerieben hat.

Gegen Mittag sind wir fertig mit unserem Inselausflug und beschließen, statt mit dem Taxi nach Rodney Bay zu fahren und die Pässe abzuholen, einfach wieder zurückzusegeln. Leider verpassen wir die Öffnungszeiten der Zollstation, 16 Uhr, um genau 10 min. Wir hätten es ja schaffen können, wenn, ja wenn nicht auf dem Weg ein Barakuda angebissen hätte, und den wollten wir uns nun wirklich nicht entgehen lassen. Das war die richtige Entscheidung, denn er schmeckte wieder vorzüglich.

30.3.2014

Am nächsten Morgen klariere ich ein, vergesse alle Pässe, weil sie eine Grenzbeamtin diese nicht wiedergab, und auch nichts gesagt hat, als ich das Büro verließ. Man muss halt auf alles selbst genau aufpassen.

Wir segeln also ohne Pässe nach Soufriere, organisieren Gregory per Telefon, der uns in Empfang nimmt und ein kleines Programm für den nächsten Tag ausarbeitet.


29.3.2014

Jetzt geht es aber los, ausklarieren, und dann ab nach St. Lucia. Ein Katzensprung, 30 sm, eigentlich sollten wir um 17 Uhr spätestens da sein. Aber daraus wird nichts. Ein Riss in der Genua zwingt uns, mal wieder die Segel zu wechseln, und da das keine einfache Sache ist bei der Größe und dem Wind, fahren wir zurück in die Deckung von Martinique und verlieren mit allem Drum und Darn ca. 2 h, also Ankunft in der Nacht. Trotzdem Ausflug nach Gros Islet, wo am Wochenende auf den Straßen was los ist, Grillen, Bars überall usw. Für die neue Crew eine interessante Variante karibischen Lebens.

28.3.2014

Ein Tag in Fort de France, um die Freunde in Ruhe ankommen zu lassen, dann natürlich Proviant bunkern, denn nirgendwo gibt es hier in der Gegend sonst so tollen Käse, Schinken, Wurst usw. Und wir wollen es uns doch in den nächsten 14 Tagen gut gehen lassen.

27.3.2014

Abreisetag für Stella und Meli, und Anreisetag für meine alten Segelkumpels Bernd, (der schon seit gestern in Martinique im Hotel ist), Burkhard und Geza, die abends mit dem Flieger landen.

Gute Reise, Stella und Meli, und ich hoffe, wir sehen uns wieder, z.B. auf Galapagos.

Die größte Überraschung kommt noch am Abend. Plötzlich sind Karen und Steward da, die beiden englischen Freunde, die lange mit Stefan und Ilja in der Karibik gesegelt sind und die so langsam auf der Rückreise nach Europa sind. Eigentlich hatte ich keine Hoffnung mehr, sie zu sehen, deshalb freut es mich umso mehr und es wird ein langer, langer Abend.

26.3.2014

Nach Fort de France ist es zwar kein Katzensprung, aber schnell geht es trotzdem, dank günstigen Windes. Ankunft am Nachmittag, wir können noch einklarieren, und ein wenig shoppen gehen.

Martinique ist schon anders als die andern Inseln. Es gibt hier alles zu kaufen, natürlich auch vieles, was kein Mensch braucht. Aber in der Regel in guter Qualität, eben wie Frankreich. Also lässt sich selbst der Skipper zu einer Shoppimgtour hinreißen, und kauf ein paar Sachen.

25.3.2014

Wir erreichen mit Kreuzen Marigot Bay vor Mittag, checken ein und - nachdem wir das versäumte Frühstück nachgeholt haben, auch rasch Rodney Bay. Die Einkaufsexpedition zum Baumarkt wird zum Flop. Der ist zu, warum auch immer.

Aber am Abend machen wir uns nochmal auf in den Ort, wo wir neulich so gut gegessen haben und wo auf der Straße richtig was los ist. Nichts von dem heute. Wir bekommen ein gutes Essen, aber nur wenige Lokale, Bars sind offen, und wenige Leute da. Es ist halt nicht Wochenende. Scheinbar müssen die alle morgen in der Früh raus? Ich bezweifle das ernsthaft!

24.3.2014

CharlieTango erledigt die Papiere für uns, dann immerhin müssen Rafi und Ducke von der Crew-List und wir aus dem Land. Aber teuer ist der schon, mit 160 XCD, das sind immerhin rund 45 Eur!

Melanie und Stella besuchen Kingstown, ich mache den Kram mit CT und Rafi und Ducke packen, leider. Es ist immer ein trauriger Moment.

Nachdem die Crew komplett ist, wird nochmal kräftig zu Abend gegessen, und dann eht es ab in die Nacht. Ist ja eigentlich auch kein Problem, wenn nur Wind wäre. Kein Wind - ja wo sind wir denn hier? Es ist traurig, einige Stunden motoren, ich glaub’ ich bin in der Adria.

23.3.2014

Jetzt müssen wir langsam los, den Rafi und Ducke wollen noch auf die Surferwelle in Kingstown, und dann von dort aus losfliegen, und Stella und Meli haben noch einen langen Weg bis Martinique.

Wir kommen am frühen Nachmittag an, denn es lief mit Wind und Welle ganz gut. Die Surfer holen sich ein paar Quallenbisse, aber sind trotzdem glücklich. So ist halt das Leben.

22.3.2014

Wir bleiben noch einen weiteren Tag, ehe wir uns aus dem kleinen Paradies verabschieden.

21.3.2014

Wir genießen die Tobago Cays, besuchen das Riff, taichen mit den Schildkröten und suchen Leguane und Landschildkröten.Mit den letzeren ist es heute etwas dürftig. dafür gibt es genügend Wasserschildkröten, und alleine schon der Blick von den Inseln herab in das türkis-blaue Wasser ist ein Erlebnis.

Am Abend geht es dann für einen Lobster zum Strand. Desperado, so nennt sich unser Gastgeber, ist pünktlich und korrekt. Er hat gemerkt, dass ich schon einige Male hier war, und das hilft außerordentlich, denn die Geschäfte sind derzeit wohl mager.

20.3.2014

Um 5 Uhr in der Früh weckt mich mein Handy, berichtet mir, dass es von Bernd eine Nachricht hat. Bernd ist in 14 Tagen an Bord, arbeitet noch hart daran, sich seinen Urlaub freizuschaufeln und wird von mir zusätzlich noch für Einkäufe in Beschlag genommen. Er ist Empfangsadresse für den Beschlag, den mit die Herstellerfirma per Express geschickt hat, und wegen der Zeitverschiebung ist das eben schon so früh.

Der Beschlag ist in seinen Händen, unglaublich. In 14 Tagen zumindestens ist alles wieder in Ordnung.

Um 9 Uhr gehe ich zu dem Mechaniker, mit meinem gebrochenen Toggle, und der sagt: wenn ich das reparieren darf, ist das eine Sache von einer halben Stunde, ca. 40 Eur lohn, und hält mindestens so lange wie das alte. Ein neues kostet das 5-10-fache, ist aus anderem Material und fraglich in seiner Haltekraft. Also verzichte ich auf die in Aussicht gestellte Garantieleistung des Herstellers und lasse das Toggle flicken. 1 h später bin ich wieder an Bord, 2 h später ist JULIA segelfertig.

Wir legen gegen Mittag ab, und erreichen vor Sonnenuntergang noch die Tobago Cays. Der Skipper schläft etwas, inzwischen überholt die Crew einen CAT, und weil so schnell, verliert meinen Lieblingsköder samt einem Großteil der Leine, die bisher als einzige gehalten hatte, offenbar an einen ganz dicken Fisch. Dumm gelaufen, kein Abendessen - und kein Köder mehr - und keine gescheite Leine. Deshalb gibt es heut abend Gemüse-Curry, ebenfalls sehr schmackhaft.

19.3.2014

Seit heute morgen 5 Uhr bin ich dabei, zu telefonieren und zu mailen, um das Problem mit dem Toggle zu lösen. So wie jetzt geht garnichts. Wir werden versuchen, das Bugstag zu sichern durch Spifall und andere Fallen, die noch übrig sind, sodass wir wenigstens weiter motoren können. Keine Belastung ins Rigg, also kein Segel. Eine Abschätzu ng der Möglichkeiten, denn hier ist nicht überall ein passendes Geschäft an der Ecke, lässt uns nach Bequia mtoren. Dort gibt es drei Geschäfte mit Schiffszubehör, und den Mechaniker, der mir schon die Wasserpumpe geflickt hat.

Bequia, gesprochen Bekwi, gefällt allen, so wie mir am ersten Tag. Ich weiß nicht, was es ist, das bewirkt, dass man sich hier wohler fühlt. Ich habe den Eindruck, dass die Menschen hier offener und freundlicher sind als anderswo. Der Druck derer, die ein Geschäft machen wollen, egal ob mit Boje oder Gemüse oder Brot, ist fast nicht da. Alles ist entspannt, gemütlich. Die Inseln sind so unterschiedlich, und manchmal sogar merkt man das deutlich von einer Bucht zur anderen.

Wir kommen an und schon geht es los, die paar Möglichkeiten für einen Ersatz des Toggles zu prüfen. Hoffnung macht uns nur der Mechaniker, den ich schon von der Impellerpumpe her kenne. Also verabrede ich mich mit ihm für den nächsten Morgen, mit dem Teil, das er kopieren will.

18.3.2014

Der Weg von Soufriere nach St. Vincent zur Einklarierung in Walilabou Bay ist lang, ca. 35 sm, und wir schaffen es auch dank guten Windes, die Zollöffnungszeit von 17 - 18 Uhr zu nutzen. Jetzt sind wir wenigstens in SVG (Saint Vincent and the Grenadines) angelangt.

Das hätte eigentlich eine Strecke für einen neuen Fischerfolg sein können, aber nichts, außer ein wenig Müll, hängt am Haken.

Wir ankern mit Landfeste, denn Wallilabou ist eine sehr steile Bucht, und die Bojen sind nicht mehr frei. Es ist ein riesengroßes Glück, denn ich gehe vor zum Anker und sehe, dass das Toggle am Bugstag auf der einen Seite schon gerissen ist und sich schon in der Biegung verformt hat. Wie lange das schon so ist, kann man nur mutmaßen. interessiert auch nicht. Hauptsache, wir haben es gemerkt, denn wenn es komplett bricht, kommt der Mast runter, vielleicht sogar eradewegs ins Cockpit. Ich will garnicht dran denken. Weil wir zum Zoll müssen, wird die Begutachtung verschoben.

Also Zoll und noch in den übernächsten Ort zur Immigration, wie schon ein paar Male. Meli und Stella begleiten mich. Alle sind nach dem Abendessen zienlich erledigt. Ob das der Spaziergang war, oder die starke Sonne am Tag, oder der Seegang zwischen St. Lucia und St. Vincent, ist nicht geklärt. Auf jeden Fall ist bald das Licht aus.

17.3.2014

Wir nehmen einen Tag Paue in Soufriere, denn alle ein wenig unterschiedlich nutzen. Rafi und Ducke machen Fotos, Stella und Meli einen Landgang mit Erkundung des Landesinneren, Wasserfall, Regenwald-Dschungel usw. Und ich poliere mal wieder das Gestänge der Solaranlage und die Relingstützen, die es alle nötig haben.

Meinen Ausflug in den Regenwald verschiebe ich auf einen der nächsten Besuche, und da wird Gregory, mit dem wir ein wenig Freundschaft geschlossen haben, uns sicherlich eine gute Tour zusammenstellen.

Allgemein habe ich das Gefühl, dass Soufriere sehr sicher ist, und man sich um uns Yachties sehr bemüht. Die Polizei hat ein Auge auf die Dinghies, es gibt zumindestens am Tag Security auf dem Dinghi-Dock und die nervigen Watch-your-Dinghi-Boys werden elegentlich vertrieben.

16.3.2014

Einklarieren in St. Lucia ist, zumindestens für mich, erste Pflicht am Morgen. Etwas Brot mitbringen, Frühstück und dann ab aufs Meer.

Von Rodney Bay aus geht es nach Süden, vorbei an Marigot Bay, von dem wir beschlossen haben, dass der kleine Umweg nicht lohnt.

15.3.2014

Die vier nutzen den Mietwagen, den sie am Tag vorher genommen haben, um zum Baden auf die Südspitze der Insel zu fahren, bis zum Mittag und sehen sich noch ein paar andere Ecken an. Ich gehe Einkaufen für Küche und Schiff. Für beides gibt es hier die besten Möglichkeiten, französischen Käse ebenso wie vernünftige Ausrüstungsteile. Dann noch schnell ausklarieren, und Anker auf. In der Marina fische ich noch einen herrenlosen Fender, und -nachdem ihn niemend sonst will oder erkennbar verloren hat, nehme ich ihn mit.

Der Weg von Martinique nach St. Lucia ist weit, und da wir nicht gerade mit den ersten Sonnenstrahlen Martinique verlassen, kommen wir erst in der Dunkelheit an.

14.3.2014

Ein Tag Pause in Martinique, für Stella und Meli erst mal, um richtig anzukommen, und dann natürlich, um die Insel ein wenig zu sehen. Ich hole mein Segel ab, Die vier mieten sich ein Auto und fahren zum Badestrand. Ich suche nach meinem Leck in der Trinkwasserleitung, immer noch ohne Erfolg.

Der Segelmacher hat die Schäden, die durch das Vernähen ds Lichtschutzes entstanden sind, kostenlos repariert und

13.3.2014

Von Fort de France nach Marin ist es nicht sehr weit, nicht mehr als Luftliie ca. 18 sm, aber erstens geht es um einige Felsen herum, und zweitens ist der zweite Teil der Strecke pures Aufkreuzen. So kommen wir nach Dunkelheit in die Bucht von Marin, aber finden einen geeigneten Ankerplatz, nahe beim Segelmacher und nahe beim Supermarkt.

12.3.2014

Ausklariern, immer diese ewige Ausfüllen von Formularen, die ich bald auswendig kenne, Stempelchen bis zum Abwinken und natürlich Gebühren, Gebühren. Wie schon mal gesagt, an der Kleinstaaterei hier sind wir Europäer mit unserem Kolonialeifer schuld. Und ich glaube, dass diese Länder darunter schon sehr leiden.

Wie erreichen Fort de France am Abend, ankern, warten auf Stella und Meli, deren Flieger wir sehen und die sich auch pünktlich melden.

Als Überraschung bekommen sie gleich einen fangfrischen Was-Weiß-Ich-Was auf den Teller, der auf jeden Fall köstlich geschmeckt aht und von dem genügend da ist für 5 Personen.

11.3.2014

Jetzt müssen wir aber langsam weiter nach Norden, denn am 12. abends kommen Stella und ihre Freundin in Fort de France an. Und - auch wichtig - dort gibt es wieder gute Versorgungsmöglichkeiten, mit Bier, Cola, französichen Käsesorten usw.

Also geht es relativ zügig los, zuerst nach Marigot Bay, eigentlich einer Traumbucht, wenn der Mensch nicht wäre. Deshalb rein, schauen, und bald wieder raus. Dann ein Kurzbesuch in Castries, der Hauptstadt von St. Lucia. Rafi und Ducke gehen shoppen, aber es ist wohl doch nicht so toll mit dem Angebot.

Wir ankern fast buchstäblich im Schatten von zwei Kreuzfahrern.

Und dann noch ein paar Meilen nach Rodney Bay. Auf dem Weg dorthin fliehen wir trotz Wegerecht vor der Windstar, einem Möchtegern-Segel-Kreuzfahrer, der uns entweder nicht gesehen hat oder um kleine wie uns einen Teufel schert. Auf jeden Fall dreht er auf unseren Kurs ein, fährt es auf uns zu und wir machen vorsichtigerweise einen Haken.

Die letzte helle Stunde am Tag nutzen die beiden zum Joggen. Da bleibe ich gern auf dem Schiff.

Morgen auschecken, ab nach Frankreich, die beiden Mädels in Fort de France abholen. Und natürlich Bier kaufen.

10.3.2014

Wir bleiben noch einen Tag in Soufriere, Proviant einkaufen, die beiden machen einen Ausflug ins Landesinnere, zu Kratern, heißen Quellen etc. Ich suche in der Zeit nach einem Leck im Druckwasserleitungssystem, das mir regelmäßig einen bis 2 Eimer Süßwasser in der Bilge zum Ausschöpfen bereitet. Aber bisher habe ich noch keine Idee, alle Stellen, die zugänglich sind, sind trocken. Kommt Zeit, kommt Rat - hoffentlich.

9.3 2014

Am Morgen geht es so früh wie möglich - also, wenn alle wach und fertig sind - los. Ein langer Schlag, wenigstens für karibische Verhältnisse, denn in den kleinen Antillen liegt alles dicht beieinander. Von hier in Soufriere bis Martinique sind es noch ca. 40 sm. Für Griechenland ist das wenig, wir werden das hier - going easy, man - in 3-4 Tagen gerade schaffen.

Zwei bestimmende Mottos, die man auf vielen T-Shirts findet, sind charakteristisch für diese Ecke. Das eine ist ”Work less Sail more” und das andere “Live slow Sail fast”. Na, damit kann man doch leben, oder?

Wir erreichen Soufriere gerade noch, ehe der Zoll zu macht. Danach gehen Rafi und Ducke wieder auf Foto - Safari, und ich schreibe an diesem Blog. Den blauen oder grünen Blitz verhagelt mir heute eine Wolkenwand, die auf dem Horizont liegt. Es ist wirklich nicht einfach, die Power zu erhalten, es gibt 1000 Umstände, die einem das versauen können, und wenn es auch nur ein ungewünscht herumliegender Kat ist.

Wir bleiben dran. Ich will Fotos davon, und werde sie auch stolz präsentieren. Morgen ist ja auch noch ein Sonnenuntergang.

Übrigens habe ich heute meinen ersten Wal gesehen. Was für einen?? Einen großen, ... also kleiner, als ich ihn mir vorgestellt habe, aber majestätisch, unbeeindruckt zog er seines Weges so ungefähr 100 m von uns entfernt, und wir haben auch keine Anstalten gemacht, ihm näher zu kommen.

Im Gegenteil, Rafi hat noch schnell die Angel reingeholt, man weiß ja nie....

Für Rafi und Ducke war es übrigens der zweite Wal .... (siehe 8.3.2014).

8.3.2014

Ducke und Rafi besuchen die Kirche und sind am Mittag wieder zurück. Während dieser Zeit versuche ich, einige PC-Probleme zu lösen, komme aber auch nicht so recht weiter.

Am späten Nachmittag müssen wir noch zum Zoll und Immigration, ein längerer Spziergang, denn wir wollen morgen nach St. Lucia ausreisen.

Rafi macht Bilder mit seiner Geduld-fressenden Kamera, wobei ich gestehe, dass die Bilder unerreicht sind. Dabei geraten sie in eine Fischschlachtung hinein, “Black Fish”, wie wir nachträglich feststellen ein Orca, der mehrere Paletten füllte.

Als ich wieder da bin, machen wir noch einen kleinen Ausflug zu dem weltbekannten Steintor, (weltbekannt, weil da hängen in Pirates of the Caribbean die Gerippe drin). Und, wir sehen wieder den Flash, diesmal - meine ich - mehr grünlich. Ob blau oder grün hängt wohl von vielem ab, Atmosphäre, Betrachter, und was weiß ich sonst noch.

Auf jeden Fall: “I got the Power”.

7.3.2014

Nach Wallilabou ist es ein Katzensprung, und mit gutem Wind, zumindestens für den größten Teil der Strecke, sind wir auch bald dort. Mit dem Schlauchboot wird noch etwas die Gegend erkundet. Ansonsten lesen, sonnen usw.

6.3.2014

Wir sind einfach faul und bleiben in Port Elizabeth vor Anker. Ich kann den Bootshaken reparieren, und so einige andere Dinge erledigen. Auf jeden Fall bin ich auf der Suche nach der Quelle für Süßwasser, welches ich immer wieder in der Bilge finde. Süßwasser ist zwar nicht so agressiv wie Salzwasser,aber lästig ist es auch, und es gibt schnell einen muffigen Geruch. Aber so richtig habve ich noch keine Lösung. Es könnte Regenwasser sein oder ein Leck im Wassersystem. Danblleiben, trocknen, beobachten. Rafi und Ducke gehen baden, shoppen in der Stadt, und erholen sich.

5.3.2014

Rafi und Ducke nehmen sich das Schlauchboot und erforschen die Eignung der Brandung fürs Surfen, und den Felsen mit dem Fort direkt vor Young Island. Als sie wieder zurück sind, legen wir ab und segeln das kurze Stück nach Bequia. Dort wollen wir Proviant fassen, denn wir sind ziemlich abgebrannt, und einfach abhängen. Die beiden haben stressige Zeiten und eine längere Anreise hinter sich.


4.3.2014

Wir sind viel zu früh in Kingstown, denn es ist noch stockdunkle Nacht. Die Ankermöglichkeiten sind nicht gerade üppig, und deshalb fahren wir so lange an der Küste entlang, bis es hell wird. In der Bay vor der Hauptstadt ist der geeignete Ankergrund nur wenige Meter groß. Westlich davon eine Lagune, in die ich mich nicht hineintraue, weil diejengen, die rauskommen, einen anderen Weg fahren als denjenigen, den mir mein Kartenplotter nennt. Einzige Alternative sind ein paar Bojen, an denen wir versuchen, festzumachen.

Dabei geht der Bootshaken kaput. Einfach zuviel Kraft auf dem Vorschiff. Schließlich ankern wir, und bekommen zusammen mit dem Betreiber der Bojen, der auch die Zollformaltäten erledigt, alles geregelt. Caro und Andy verlassen die Julia mit etwas Heimweh, und ich bin sicher, dass sie wieder kommen. Rafi und Ducke kommen an und gewöhnen sich langsam an das Schaukeln, jetzt an der Boje, in etwas ruhigerer Ecke.

3.3.2014

Die beiden können sich nicht von den Tobao Cays trennen. Noch ein Ausflug, Fotos, es ist aber auch wunderschön hier. Leider beginnt für die zwei mit dem Lichten des Ankers der unvermeidliche Rückweg nach Deutschland.

Am Nachmittag Segeln bis Canouan, einer eigentlich sehr netten Insel mit idealer Ankermöglichkeit, aber, weil die eine Hälfte ein abgeschottetes Resort ist, kommt die andere Hälfte nicht so recht in die Gänge. Spärliche Geschäfte, das Angebot an Restaurants ist so, dass wir vorziehen, auf dem Schiff zu essen. Und um 23 Uhr Anker auf und ab nach Kingstown, damit die beiden ihren Flieger erreichen.

2.3.2014

Caro und Andy möchten nochmal zu den Schildkröten, verständlich. Sowas wie die Tobago Cays gibt es doch nur in wenigen Ecken dieser Welt.

Auf dem Weg hat Andy endlich Anglerglück. Fast ohne Kampf zieht er einen 65 cm langen Barakuda ins Schiff. Das wird ein Festmahl geben, also kein Lobster on the Beach, sondern Fish on the Boat.

Am späten Nachmittag gibt es dann noch einen Riesenschreck. Von irgendwo her pfeift jemand. Gilt das uns? Ja, denn unser Dinghi hat sich selbsständig gemacht und ist schon gute hundert Meter getieben. Solche Momente helfen einem, Knoten nicht auf die leichte Schulter zu laden und eher nochmal zu üben.

1.3.2014

Am Morgen kommt dann nioch in Mayreau, wo wir einkaufen wollen, eine weitere Reparatur am Außenborder dazu. Er läuft zwar, aber die Schraube dreht nicht mehr, weil zu dem Pech mit dem Schlüssel noch eine Grundberührung hinzukam. Aber auch das bekommen wir hin.

Ein erneuter Biss an der Angel, der sich aber nach gut 30 sec wieder losreißen kann, obwohl die Leine immer auf Zug war. Irgendwann wird es mal klappen.Wir segeln an das äußerste Ende von St. Vincent _Grenadines, nämlich nach Petit St. Vincent zu einer Insel, die malerische Strände hat, aber nur 0,4 qkm groß ist.

Zwei Hotels sind drauf, es handelt sich nicht um Privatstrände, also Betreten erlaubt und gewünscht. Die Hotels haben wohl etwas wenig zu tun, kein Wunder bei 1700 USD pro Tag und Person, alles inclusive außer alkoholische Getränke und Wassersport mit motorgetriebenen Geräten. Das sind doch echte Schnäppchen.

28.2.2014

Langsam müssen wir rechnen, wieviele Tage die beiden noch hier haben, ehe der Flieger in die Heimat geht. Und es hat sich gelohnt. Es ist einer mehr als bisher angenommen. Man vergisst hier die Zeit, und ich sowieso. Nach fast einem Jahr auf dem Schiff ist die Zeit unwichtig, Wochenenden sind für mich eher eine unangenehme Überraschung, weil der Service eingeschränkt ist. Und Jahreszeiten gibt es hier nicht, es ist immer Sommer, und dem will ich auch zukünftig hinterher fahren!

Für meine beiden Gäste zählt aber zum Schluss im Paradies - glaube ich - jede Minute, und ich bedaure Caro und Andy, wenn sie dann wieder nach Hause müssen.

Also nochmal Brille und Flossen an, und hinter den Schildkröten her, und Leguane schießen (mit dem Fotoapparat). Wo sonst gibt es das? Vielleicht noch in so besonderen Ecken wie Galapagos?

Weniger Natur, aber Fotokulisse ist der nächste Ankerplatz, Salt Whistle Bay. Meine Gäste genießen den Strand, ich arbeite ein wenig auf dem Schiff, putzen, dies und jenes, und nach der Internetseite schauen. Leider gibt es hier keine gute Telefonverbindung, sodass Ihr noch ein wenig warten müsst, bis ich hochladen kann.

Der eine oder andere von Euch hat sich schon gefragt, warum ich jetzt schon zum dritten Mal mehr oder weniger in dieselbe Ecke fahre, anstatt mir was anderes anzuschauen. Ich habe natürlich, seit ich hier bin, Reiseführer gelesen und einige andere Segler ausgefragt und herausgefunden, dass das recht zwiespältige Bild, was wir von der Karibik haben, auf dieser Tour sehr gut und umfassend bestätigt wird. Die Inseln wie St. Lucia, St. Vincent sind typische Vulkaninseln, und die Tobago Cays haben was von diesen Eilanden, die man sucht, aber die es zumindestens in dieser Ecke eigentlich nicht gibt. Und warum sollte ich meinen Freunden nicht gönnen, was ich selbst mag, diese Mischung zwischen den beiden, sich eigentlich widersprechenden Szenarien.

Diese Inseln, die wir uns so vorstellen, gibt es schon, aber in anderen Ecken. San Blas ist so eine, die BVI eine andere. Und dann vielleicht noch ein paar mehr. Ich will sie suchen, und hoffentlich finden. Und ich will davon berichten.

Gerade kommen Andy und Caro vom Abendessen am Strand wieder, und es hat ihnen ein A... den Schlüssel vom Außenborder geklaut. Pfennigsartikel, aber wo bekommt man sowas her. Es werden Yachties gewesen sein, denn jemand anderes kann dieses Plastikstück eigentlich nicht gebrauchen. Ärgerlich. Aber so ist die Welt. Hauptsache, das Dinghi und der Motor sind noch da.

27. 2.2014

Ablegen in der Frühe, weil wir auf die Tobago Cays wollen. Das ist zwar nicht weit, aber umso mehr Zeit haben wir dort zum Schnorcheln mit Schildkröten und Leguane anschauen.

Auf dem Weg beißt wieder ein riesengroßer Fisch an, kämpft ähnlich, eigentlich noch mehr als der Mahi Mahi, aber nur 5 min, denn dann kann er sich losreißen. Die Haken sind nicht verbogen, also hat er wohl nicht richtig reinbebissen. irgendwann beißt nochmal ein richtig großer, ich hoffe immer noch drauf. Die Ausrüstung hält es jetzt aus, nach den gerissenen Angelschnüren bei früheren Misserfolgen ist das eine neue Erfahrung. Ich habe Mühe, die Angel zu halten gegen den Fisch, trotz verlangsamtem Schiff, und die Leine reißt nicht. Ein beruhigendes Gefühl.

Weil Caro und Andy einen Flug buchen müssen für die Rückfahrt, wird es am Nachmittag, nach Kämpfen mit Flugportalen, trotzdem etwas später und die meisten Leguane haben schon Feierabend. Einige sehen wir noch, aber die Fülle, die ich bei den vorherigen Besuchen erlebt habe, ist nicht da. Deshalb gehen die beiden sicher morgen nochmal hin.

Übrigens sind die Turtles unter Wasser noch fleissig. Also kein Feierabend um 16 Uhr, wie sonst alle hier.

26.2.2014

Alle drei Crews bis auf mich nehmen ein Taxi und schauen sich die Insel am.

Am schönsten muss wohl die Friendhip-Bay gewesen sein, eine Bucht auf der Luv-Seite der Insel. Ich nehme an, dass sie ähnlich ist wie diejenige in Barbadaos, die wir damals besucht haben.

Ich sitze wieder im Motorraum, vor meiner Pumpe, dann drüben im Ort bei einem Meckaniker. Der findet heraus, dass das Kugellager nicht passt, und letztendlich wird es eine Notreparatur, die allerdings ein Jahr lang halten sollte. Zumindestens ist das seine Meinung. Ist ja auch egal, denn ich werde sie ersetzen, sobald ich eine andere bekomme.

Am Nachmittag gehe ich noch zum Frisör, und der schneidet mir, ehe ich mich versehe, die ganze Wolle ab. So hätte ich es mit meinem Maschinchen auch machen können.

25.3.2014

Ausschlafen, dann gehe ich Einklarieren, Ilja, Stefan, Karen und Steward begrüßen. Carola und Andreas erkunden den Ort und finden auch, dass Port Elizabeth was besonderes hat.

Wir haben einen idealen Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten, und nehmen uns auch die Zeit dafür. Und es lohnt sich, wir alle drei sehen den blauen Blitz, oder den grünen, wie mal will und wo in der Literatur man sucht für geschätzt eine halbe Sekunde. und nicht nur wir, sondern einer der Boat-Boys sieht ihn auch. Wenige Momente vor dem Sonnenuntergang fährt er an uns vorbei, und rund eine halbe Minute danach kommt er wieder zurück, laut rufend: “I saw the blue flash, now I have the energy”. Wer mehr drüber wissen will, einfach in Netz nachlesen oder Pirates of the Caribbean ansehen.

Abends kommen die Crews von Pompero und Sabir rüber zu uns, und es wird eine längere Nacht.

Nur gut, dass man sich für den nächsten Tag erst um 11 Uhr verabredet hat.

24.2.2014

Am Morgen legen wir sehr früh ab, quasi mit den ersten Sonnenstrahlen, denn wir wollen Strecke machen und aus- bzw. einklarieren.

Der Ausklarierungshafen ist Vieux Fort, wo wir auch prompt, ehe ich zum Zoll gehen kann, ausführlich von der Wasserschutzpolizei kontrolliert werden. Man ermahnt uns auch, das Schiff nicht alleine zu lassen und immer abzuschließen, verständlich, nachdem vor ca. 4-5 Wochen hier ein Segler ermordet wurde.

Mir ist auch nicht wohl, aber wir bleiben ja nicht lange und außerdem nur tagsüber. Also ab nach St. Vincent, sobald alles erledigt ist. Das Aufkreuzen bis Vieux Fort hat viel Zeit gekostet, aber ich lasse den Motor nur ungern laufen, denn die Impellerpumpe leckt wieder heftig. So 2 l in der Stunde Salzwasser sind das schon, die ich aus dem Motorraum holen muss. Ich schätze, eine neue Pumpe ist nicht zu umgehen, aber fürs erste habe ich ja noch ein Lager und einen Simmering. Das wird schon helfen.

Endlich mekdet sich die Angel mal wieder, und diesmal wird es richtige Arbeit. Eine halbe Stunde dauert es schon, bis wir einen ca. 1 m langen Mahi Mahi so weit herangezogen haben, dass Andras das Stahlvorfach greifen kann. In den Augenblick kann er sich losreißen und schwimmt davon. Das hätte uns ein paar Tage versorgt, aber ist nichts geworden.

Leider kommen wir erst im Dunkeln nach Chateaubelair, um dort morgen in der Früh einzuklarieren. Mögliche Ankerplätze gibt es kaum, sie sind in der Nacht noch schwieriiger zu finden, und da ich hier noch nie vorher war, gebe ich auf. Keine Nachtruhe, ab nach Bequia, wo wir am Morgen um 3 Uhr Anker werfen.

23.2.2014

Die nächste Anlegestelle ist Soufriere, direkt unter den Pitons. Die Pitons sind zwei nahe beieinander stehende Vulkane mit eindrucksvoller Form, das Wahrzeichen von St. Lucia. Das Ufer ist nicht weit, wir können dorthin schwimmen und schnorcheln. Es ist felsig, riesgie Gesteinsbrocken liegen dort herum, aber keine Korallen.

22.2.2014

Einklarieren, und ab. Schön wäre es, aber die mögen uns hier nicht, habe ich den Eindruck. Eine Stunde warten auf einen Mitarbeiter, der offenbar notorisch zu spät zum Dienst erscheint. “He is scheduled to be present”. Aber er ist nicht da. Die Tatsache, dass man mir ziemlich genau den Zeitpunkt nennt, zu dem er erscheint, zeigt mir, dass er das des öfteren so hält.

Zu allem Überfluss ist heute Unabhängigkeitstag. Die Tanke soll um 1300 Uhr zu machen, verständlich. Wir wollen aber noch tanken. Zwei locals drängeln sich mit Motorbooten vor, was man auch aus Kroatien oder Italien kennt. Aber dann ist es zwölf, und man meint, die Tanke schließe jetzt. Beherzt fangen wir an, Wasser nachzufüllen, und verzichten auf den Sprit. Vielleicht wollten sie nur ein Bakschisch, denn nach uns tanken weitere Einheimische. Ich weiß es nicht, und werde, wie gesagt, das Gefühl nicht los...

Etwas ungewöhnlich ist, dass wir die Häfen oder Plätze, die wir befahren wollen, angeben mussten. Als ob es dem Ankerplatz irgendeinen Unterschied macht.

Ich will hier so schnell wie möglich wieder raus. Wenn die uns nicht wollen, will ich sie auch nicht.

Wir segeln nach Marigot Bay, in eine Naturbucht, die wunderschön wäre, wenn sie nicht durch Yachten und Gebäude verstellt wäre. Einige schöne Fotos gelingen trotzdem, wenn man an der richtigen Stelle abschneidet.

Nachträglich erfahre ich, dass diese Bucht eine sehr hohe einbruchsrate haben soll. Gottseidank haben wir das nicht gewusst, als wir am Abend im Ort zum Essen waren. Und anschließend, weider auf dem Schiff, haben wir einen Life-Auftritt einer Sängerin im nahegelegenen Restaurant mitbekommen, der mehr als Schallplatten-reif war.

21.2 2014

Nochmal ein Tag mit vollem Programm. Einkaufen, Proviant für die nächsten 14 Tage, denn nirgendwo in der Gegend gibt es Bier und andere Grundnahrungsmittel so günstig und gut.

Danach zum Segelmacher, Ausklarieren, auf dem Weg bleibt noch der Außenborder stehen mit Spritmangel. Wir schaffen es, mit stotterndem Motor an die Tanke zu fahren. So einen Dusel muss man haben.

Der Segelmacher ist übrigens einsichtig, sagt, dass er sowas noch nie gesehen habe und sagt mir zu, seinen Schaden so gut wie möglich zu reparieren. Schön und gut wird es sowieso nie mehr werden.

Spät, aber immer noch im Zeitplan verlassen wir Martinique und kommen nach Einbruch der Dunkelheit nach Rodnay Bay. Ankern zwischen beleuchteten und unbeleuchteten Yachten. Wir liegen sicher und - trotz kräftigem Wind - einigermaßen ruhig.

20.2.2014

Das wir ein anstrengender Tag.

Morgens geht Benni von Bord. Erstmal Segelwechsel, damit ich mit dem schadhaften Segel beim Segelmacher beschweren kann.Dann wollen wir einfach nur um die Ecke nach Marin. Aber Welle und Wind machen es uns so schwer, dass wir erst mit dem letzten Sonnenlicht in die Bucht von Marin einlaufen und uns mit Hilfe aller Sinne und des Kartenplotters einen Ankerplatz suchen.

19.2.2014

Mit wenig Groß, ohne Genua, segeln und motoren wir nach Fort de France, dorthin, wo mein Bügelanker liegt, um einzuklarieren und Proviant zu fassen, denn seit Tagen sind wir ziemlich abgebrannt, was die Versorgung anbelangt. Wir haben halt alles, was nicht unbedingt notwendig ist, auf FdF verschoben, wo es alles gibt, mit französischem Niveau.

Kein Bier mehr, keine Cola, um einen Sundowner zu mischen, kein Brot außer dem von Benni selbst gebackenen, was übrigens sehr gut war. Das mit dem Brot ist nicht so wichtig, aber das mit dem Bier tut schon weh. Da haben wir ja selbst mitten auf dem Atlantik mehr gehabt. Anererseits vergeht einem auch der Spaß, wenn man 2-3 Eur für eine 0,33 l Dose zahlen muss. Da schmeckt es einem nicht mehr, oder? Selbst Wies’n-Bier ist da noch günstiger!

Mein Handy zuckt, jetzt geht es wohl los mit den Salzwasserfehlern. Es lädt nicht mehr, und es meldet sich nicht mehr an für die Übertragung von Daten auf den PC. Mal sehen, ich werde weiter berichten, und wenn nichts mehr geht, wisst Ihr es dadurch, dass ich nicht oder schwer erreichbar bin. Heute Abend kommt Carola und ihr Freund an, morgen früh geht Benni von Bord. Ich freue mich für die einen, und friere aus Sympathie mit für den anderen.

Caro und Andy kommen relativ pünktlich, aber auch platt von der Reise an. Morgen geht’s weiter.

18.2.2014

Die letzten 20 sm werden allerdings eine Tortur. Wir müssen wieder die Genua bergen, denn dort, wo der Segelmacher in Marin eigentlich nur den Lichtschutz wieder festnähen sollte, hat es mit einer viel zu großen Nadl das Segel so perforiert, dass es Sollbruchstellen hat! 2 solche Stellen hat der Segelmacher in Barbados schon behoben, aber es zeigen sich an 2 weiteren Stellen Löcher. Mein schönes Segel, so alt war das doch noch garnicht! Ich werde ihn besuchen und ihm seine schlechte Arbeit zeigen!

Wir ankern in der Grande Anse des Arlet, mit gefühlten 100 anderen Schiffen zusammen, und bleiben für eine Nacht. Stefan und Ilja haben sie uns empfohlen, und man liegt auch ganz gut.

Wir prägen den Begriff des Mastentourismus. 



17.2.2014

Damit wir nicht auf den letzten Drücker - vor Bennis Ab- und Carolas Anreise, in Martinique ankommen, machen wir eine Nacht durch, ein Schlag an St. Lucia vorbei bis Martinique. Abreise in Wallilabou um die Mittagszeit, es geht sehr zügig und ist schönes Segeln.


16.2.2014

Jetzt geht es ab nach Wallilabou. Es sind immerhin 35 sm Luftlinie, wir sind gut ausgeruht und starten deshalb zum Sonnenaufgang. Man weiß ja nicht, was einen an Wind erwartet. Ab jetzt, Karibik Richtung Nord, sind alle Strecken Am-Wind-Strecken. Der Passat bläst nicht genau von Ost, sondern etwas nördlich, und zusammen mit der Lage der Inseln passt Halbwind für südliche Kurse, aber hart am Wind für den Weg zurück. Und das immer, Tag und Nach, mit min. 15 kn, wenn nicht bis 30 kn! Und zwischen den einzelnen Inseln kommt dann noch mehr oder weniger ungebremst die Atlantikwelle reingelaufen.

Ganz schlimm ist der Weg nach Barbados, nur möglich über Marin auf Martinique. Wie schon berichtet, ich habe 2 Segel dabei zerissen.

Wir kommen um 13 Uhr an und faulenzen. Benni nimmt das Dinghi, mit dem man, solange alleine, trotz der zu schwachen 5 PS gleiten kann, und erkundet die nächsten Buchten nördlich und südlich, die ebenfalls recht schön sind.

Am Abend kommt der Zoll für eine Stunde nach Wallilabou, wir klarieren aus, inklusive Fußmarsch in den benachbarten Ort zur Polizeistation (25 min pro Weg). Der Weg durch den Ort ist wieder ein Erlebnis. Es ist wohl ein für diese Gegend typisches Dorf, das aber zusätzlich malerisch gelegen ist. Deshalb, und weil Benni ein nimmermüder Wanderer ist, laufen wir auch zurück.

15.2.2014

Ich habe einen Tag Pause auf Canouan, Benni geht in die Kirche im Ort. Am Abend kommen sogar noch zwei junge, nette Gemeindemitglieder zu einem Plausch an Bord.

Was ich in der Zeit alles erledigt habe? Na fast nichts. Festplatte sortieren, ein wenig kleinere Reparaturen am Schiff, und schon ist der Tag rum. Der Tag ist ja auch nicht lang. Morgens um 6 Uhr geht die Sonne auf, bis dahin ist es, wenn nicht gerade der Mond scheint, stockdunkel, Und am Abend um 1830 geht sie wieder unter. Komischerweise kommt dann auch sofort - nicht nur bei mir - die Müdigkeit, obwohl man ja eigentlich nicht soviel gemacht hat.
 
14.4.2014

Heute müssen wir aus Grenada ausklarieren, was garnicht so einfach ist. Ich falle mit Handy, Hemd und Hose vom Steg. Ausklarieren geht trotzdem, auch Brot kaufen, aber ob das Handy noch geht. Zuerst sehen wir aber eine halbe Stunde am Desk der Immigration, weil gerade ein anderes Schiff einklariert mit gefühlten 100 Paqssagieren. In Wirklichkeit waren es wohl 30, aber der Papierkram dauert ewig. und das Handy rostet und rottet sicherlich schon innerlich vor sich hin.

Zum ersten Mal während meines Karibikaufenthaltes friere ich richtig.Endlich ales erledigt, zurück aufs Schiff, Handy einschalten, und es geht, nachdem ich versucht habe, ohne großes Offnen die Feuchtigkeit heruszusaugen. So ganz traue ich ihm aber nicht. In ein paar Tagen weiß ich da sicher mehr.

Wir schauen, dass wir loskommen, es steht noch auf dem Programm das Einklarieren in SVG (Saint Vincent and the Grenadines) und die Fahrt nach Canouan, Bucht von Charlestown. In Union Island gehen wir natürlich zum Einklarieren an eine Boje, aber nicht mehr in der vordersten Reihe, und auch nur für 2 Stunden, um das Risiko zu veringern.

13.2.2014

Zu nachtschlafender Zeit geht Holger von Bord. Schade, war eine schöne Zeit, und Du bist gern wieder willkommen!

Warum so früh? Wir haben viel Strecke vor uns, wollen um den Rest der Insel rum, viel Aufkreuzkurs, immer gegen den Wind, und dann noch fast 40 sm. Am Schluss, als wir kurz vor Sonnenuntergang in Hillsborough auf Carriacou ankommen, sind es rund 50 sm. Aber: wir haben es geschafft. Das war die erste Etappe des Rückweges für Benni, der am 19. in Martinique sein will. Er ist schon jetzt ein bisschen traurig darüber, denn er hat sich, so wie ich, an das Leben auf dem Wasser gewöhnt.

12.2.2014

Ich gehe rüber zur Marinaverwaltung mit einer langen Fragenliste, und eigentlich ist alles sehr positiv, vielleicht mit Ausnahme des Preises. Löhne und Liegegebühren sind hier schon mit Niveau. Vielleicht nicht überteuert im Vergleich mit anderen, aber auch kein Schnäppchen. Ich überlege noch. Vielleicht lasse ich hier nur das Nötigste machen und gehe dann woanders hin. Mal sehen.

Auf jeden Fall hat der Raymarine-Spezialist die richtigen Antworten, und ich erspare dem Surfer eine Menge Kosten. Für runde 250 Eur kann ich den Schaden an der Windex selbst beheben. Mit rauf in den Mast, und weil es da oben noch weitergeht als der Bootsmannsstuhl einen trägt, noch mit Klettern. Das kostet mich schon einige Überwindung, und Kraft, denn ein Schwell läuft in die Bucht, und das Schiff, ganz besonders der 20m hohe Mast, schwingt beträchtlich.

Dafür läuft aber die Windmessung wieder, und - abhängig davon - die Windsteuerung. Der ebenfalls notwendige Tausch der Birnchen für 3-Farben-Licht und Ankerlicht wird aber ganz schnell nach hinten verschoben, denn dafür müsste ich noch weiter klettern, was mir nicht möglich ist bei der Bewegung des Schiffes.

11.2.2014

Ich gehe auch nochmal mit auf Landausflug. Erstens muss ich wissen, was wir zu tun haben, um Holger, der weiterreisen will, aus der Crew zu entlassen, zweitens interessiert mich der Ort auch ein wenig. Denn vielleicht ist das für einem Monat oder so die nächste Stadt und einzige Einkaufsmöglichkeit für mich.

Dann beeilen wir uns, auf den Weg zu kommen, segeln um das Südende von Grenada herum, besuchen die Prickly-Bay, die jeder hier in der Ecke kennt, weil sie eine ideale Bucht ist, aber auch ziemlich überfüllt. Uns zieht es aber noch ein paar Buchten weiter, nach Port Saint David, denn dort gibt es eine Marina mit gutem Reparaturangebot, Übrnachtungserlaubnis auf dem Schiff usw. Außerdem ist dort eine Raymarine-Vertretung, und die können vielleicht bei meinem Windex-Problem helfen.

10.2. 2014

Einklarieren beim Zoll. Ich lerne eine äußerst gewichtige Amtsperson kennen. Am Samstag hat man mir außerdem noch einen Durchschlag zuwenig bei der Immigration gegeben. Also nochmal Formular ausfüllen, nochmal zur Immigration und stempeln lassen, und schon sind wir legal im Land.

Wir legen ab und fahren nach St. George’s, wie gesagt, unter Vermeidung des Unterwasser-Vulkanes, dessen Überfahren verboten ist. Er könnte ja gerade mal ausbrechen?

Holger und Benni gehen noch einkaufen, denn wir sind recht leer. Und sie erkunden ein wenig die Situation hier. Ein netter Ort, aber nicht der Nabel der Welt. WIederum liegen Kreuzfahrer vor dem Ort, sonst wäre hier wesentlich weniger los.

9.2.2014

Abhängen in Hillsborough. Ein bisschen arbeiten am Schiff, Holger geht auf Landgang. Er ist unheimlich interessiert an Land und Leuten, und kommt unter anderem mit der Info zurück, dass es am Nachmittag einen Karnevals-Tanz oder sowas gibt in einem ca. 3 km entfernten Ort. Wir sind pünktlich da, um 17:00 Uhr, aber außer mittelmäßiger Musik vom Laptop, viel zu laut, passiert da nichts.

Man versucht uns, zu vertrösten, bis das Cricket-Match aus sei, dann ginge es richtig los. Das dauert aber noch 1-2 h, wir geben auf und gehen zurück.

Abends kommen noch Martina und Florin vom Nachbarschiff rüber, ein netter Abend. Sie kommen von Süden, haben Grenada schon erkundet und geben und wertvolle Tips. Zum einen: nicht über den Vulkan fahren, hätte ich vielleicht übersehen, zum anderen haben sie einige Marinas gecheckt für ihre “Winter”-Arbeiten, und ihre Wahl klingt vernünftig. Vielleicht sehe ich mir das mal an.

8.2.2014

Ausklarieren, Einkaufen, Benny geht in die Kirche und um 1430 wollen wir ablegen, um rechtzeitig nach Carriacou zu kommen. Hillsborough liegt etwa 2 h entfernt, das sollte also reichen.

Aber alles kommt anders. Um 1400 Uhr schafft es ein französischer Kiter tatsächlich, unsere Windex komplett abzureißen. Wir müssen ihn finden, Adressen austauschen usw. Dann bekommen wir von einem Zubehör-Lädchen am Ort eine Windex angeboten, aber die passt nicht.

Der Schaden liegt so bei ca. 400 bis 500 Euro, wenn ich selbst montiere, was aber möglich sein sollte. und der Ärger, und wir haben keine Windsteueranlage, bis alles repariert ist. Ärgerlich, extrem ärgerlich!

Und zu allem Überfluss startet der Motor nicht. Der Fehler ist aber bald gefunden. Bis aber all dieser Kram erledigt ist, ist es nach 4 Uhr, und so reicht es uns für die Einreise nach Grenada nur noch bis zur Immigration. Zoll ist Montag dran. Wir wollen sowieso einen faulen Tag machen. Also egal.

7.2.2014

Wir verlassen die Tobago Cays und fahren nach Union Island, Clifton. Laut Revierfüherer ist dies der einzige Luv-Hafen auf den kleinen Antillen. Man liegt geschützt durch ein Riff an einer Boje. Aber der Wind pfeift ohne Pause an uns vorbei. Und es gibt nasse Hosen im Dinghi auf dem Weg aus dem Ort zurück aufs Schiff.

Direkt vor uns nutzen die Kite-Surfer das Flachwassser zwischen uns und den Riffs, um dort ihrem Sport nachzugehen. Manchmal sind sie bedenklich nahe an unserem Rigg. 5-10 m sind da nichts.

Als dann am Abend, kurz vor Sonnenuntergang der Bojenboy mit seinem Schiff nochmal kommt, um uns den Anker zur Sicherheit noch auszubringen, sind wir auf einigen Wind gefasst.

Es werden dann “nur” 33 kn max, aber das reicht dann auch.

6.2.2014

Am Morgen um ca. 11 Uhr, wir wollten ohnehin in 10 min ablegen, bekommen wir einen Riesenschreck. Die Boje hat sich selbstständig gemacht und wir treiben auf das gegenüberliegende Ufer zu. Obwohl wir zu zwei im Cockpit sitzen, merken wir nichts, weil die Schiffe nahe um uns herum schon angefahren waren.

Es geht alles gut, wir geben dem Besitzer der Mooring, wie sie hier heißen, seine zweite Hälfte wieder und fahren unter Motor in die Tobago Cays.

Tauchen mit Schildkröten, Leguane und Landschildkröten beobachten, baden, und am Abend natürlich Lobster unter Palmen am Beach. Leider verschlechtert sich das Wetter am Nachmittag. Und am Abend ist es nasskalt beim Lobster, aber er hat trotzdem gut geschmeckt.

Etwas angewiedert beobachten wir, wie die schönen Tiere geschlachtet werden. Mit scharfem Messer werden sie einfach halbiert, beginnend am Gehirn, was sie aber offensichtlich sofort tötet. Schonender ist die Methode, sie vorwärts in kochendes Wasser zu werfen, sicherlich auch nicht.

5.2.2014

Genug von Menschen, leben auf den Straßen in der Karibik. Jetzt, mit frischem Vorrat, gehen ir in die etwas entlegeneren Ecken. Ich weiß schon, was uns erwartet, und wo es schön ist, also ab in die Salt Whistle Bay auf der Insel Mayreau.

Leider bekommen wir den letzten Bojenplatz an der Ecke, mit viel Schwell, was uns in der Nacht einigermaßen stören wird. Trotzdem ich der Ausflug auf den fotogenen Strand und der Spaziergang über den Berg in das Dorf eine Abwechslung und gibt Benni und Holger einen Eindruck, wie man hier so lebt.

4.2.2014

Viel zu früh, weil recht schnell, kommen wir in Bequia an. Der Mooring-Boy sieht noch etwas verschlafen aus, als wir um 8:15 Uhr um die Landspitze biegen. und, zur Begrüßung gibt es einen kräftigen Schauer, der ihn flüchten lässt, ohne zu kassieren. Er will später wieder kommen, macht er auch.

Wir gehen in den Ort, klarieren ein, schauen alles mal an (so groß ist Port Elizabeth nicht), und trinken in Ruhe ein erstes Bierchen. Ich meine, der Ort hat etwas besonderes, allerdings auch nur, wenn kein Kreuzfahrer da ist und endlos viele Menschen ausspukt. Heute ist aber leider einer da.

Mich erstaunt immer wieder der unterschiedliche Charakter der Inseln, die teilweise wenige Meilen auseinander sind, aber unterschiedliche Geschichte (Kolonialherren und andere Bedingungen) haben. Daraus ergibt sich bescheidener Wohlstand oder eben Armut, und, davon abhängig, die Lebensweise.

Am Abend gehen wir noch einmal Proviant einkaufen für den Rest der Woche, denn jetzt geht es in Richtung Mayreau und Tobago Cays, undda gibt es außer eine großen Semmel für 10 Dollar und Lobster einfach nichts.

Ein Blick auf die Speisekarte einiger Lokale zeigt uns, dass es hier auch nicht ganz billig ist. Vielleicht hat man die Karten gewechselt seit meinem letzten Besuch? Es ist immerhin Saison, die Bucht ist voll mit Seglern, und im Vergleich zum letzten Besuch ist in der Bar kaum noch Platz.

3.2.2014

Im deutschen Honorarkonsulat bekomme ich einen neuen Reisepass und bin jetzt auch amtlich wieder existent. Das wollen wir doch bald ausprobieren, also machen wir uns baldmöglichst wieder auf die Reise. Holger steigt noch zu, ein sehr offener, ruhiger Mitsegler. Wir treffen uns in Port St. Charles, es geht alles glatt. Eben perfektes Timing.

Vor uns liegen 100 sm Atlantikwelle, schon, dass Benny das auch eine Nacht lang mal erleben kann. Holger kennt das, denn er kam ja vor wenigen Tagen mit der Mistral, einem ca. 80 Jahre alten Segelschiff, rüber. Ich glaube, er genießt es, dass wir nicht am Ruder stehen und uns die Nacht um die Ohren schlagen müssen. Natürlich machen wir auch Wache, aber alle 20 min ein intensiver Check reicht in diesem Seegebiet aus. Wider erwarten gibt es doch einige Fischer und auch ein wenig Fähr-, Fracht- und Kreuzfahrerverkehr.

2.2.2014

Ein trauriger Tag, Georgina verlässt und - zusammen mit Janos. Wir, Benni und ich, bringen sie zum Flughafen, viel zu früh, aber sonst hätte die Ebbe verhindert, dass Janos an an Land gebracht werden konnte. Er bemüht sich, aber eine Leiter würde er nicht erklimmen können, da er ja seine Achillessehne nicht mehr in Funktion hat.

Kein fröhlicher Abschied am Flughafen nach 3 Monaten, aber es ist halt so. Gute Reise, und bitte keine weiteren Zwischenfälle für euch beide.

Am Nachmittag reparieren wir die Ankerwinch und fetten sie neu, und so einige kleinere Servicetätigkeiten, denn morgen, nach Besuch des Konsulates, geht es wieder für 100 sm rund 1 Tag aufs Meer mit Ziel Bequia. Heiß auf Karibik-Flair, weiße Strände. Hier, in Barbados, ist es auch schön, aber irgendwie zu geordnet.

Und es sind zuviele Kreuzfahrer hier. Am Sonntag 3 große, dazu die Royal Clipper und Wind-???, eines der Möchtegern-Segelschiffe mit zu vielen Kabinen und zuwenig Segeln. Siehe Bilder aus Griechenland.

1.2.2014

Benni geht wieder in seine Kirche, Georgina packt ihre Sachen (und Janos’, der sich kaum bewegen kann) , denn morgen fliegen die beiden zurück. Ich kann mir das Schiff ohne Georgina kaum mehr vorstellen, denn immerhin war die mehr als 3 Monate und 5300 sm (!) an Bord. Wir beschließen einfach, dass sie wiederkommen muss, denn sonst würde sie und ich den Abschied nicht so leicht wegstecken können! Oft denke ich an Gaby und Wolfgang, die mir gleich zu Anfang meiner Reise vorhergesagt haben, dass das größte Problem einer solchen Reise ist, sich immer wieder von tollen Menschen verabschieden zu müssen. Stimmt!